26. April 2026 um 07:05
Huione-Geldwäsche-Chef Li Xiong an China ausgeliefert

- Li Xiong, ein hochrangiges Mitglied des Verbrechersyndikats von Chen Zhi und ehemaliger Vorsitzender der Huione Group, wurde von Kambodscha nach China ausgeliefert.
- Die Huione Group soll einen massiven illegalen Marktplatz betrieben haben, über den mehr als 89 Milliarden US-Dollar an Kryptowerten gewaschen wurden.
- Diese Entwicklung folgt auf internationale Maßnahmen, darunter die Beschlagnahmung von über 127.271 Bitcoin im Wert von etwa 15 Milliarden US-Dollar durch die US-Behörden.
Details zur Auslieferung und zum Verfahren
Am 1. April hat eine Spezialeinheit des chinesischen Ministeriums für öffentliche Sicherheit den Verdächtigen Li Xiong erfolgreich von Phnom Penh, Kambodscha, nach China überführt. Offiziellen Angaben zufolge war die Auslieferung das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen den chinesischen und kambodschanischen Behörden. Li Xiong gilt als Kernmitglied der von Chen Zhi angeführten kriminellen Vereinigung und sieht sich nun schweren Anklagen wegen groß angelegten Betrugs und Geldwäsche gegenüber.
Die Rolle der Huione Group bei Krypto-Betrug
Li Xiong war zuvor als Vorsitzender der Huione Group tätig, einem Unternehmen, das beschuldigt wird, die notwendige Finanzinfrastruktur für Betrugszentren in Südostasien bereitgestellt zu haben. Diese Zentren sind bekannt für sogenannte Pig-Butchering-Methoden und verschiedene Anlagebetrügereien, mit denen Kryptowährungen von Opfern weltweit gestohlen werden. Die Plattform der Gruppe fungierte als zentraler Knotenpunkt für Cyberkriminelle und verarbeitete geschätzte 89 Milliarden US-Dollar an Kryptotransaktionen. Durch die Ermöglichung von Geldflüssen und der Verschleierung gestohlener Mittel unterstützte die Organisation den globalen Diebstahl digitaler Vermögenswerte.
Globale Auswirkungen und regulatorische Schritte
Die Auslieferung von Li Xiong markiert einen wichtigen Meilenstein bei der Zerschlagung des Chen-Zhi-Syndikats. Dies geschah drei Monate nach der Festnahme von Chen Zhi selbst. Im Oktober sorgte das US-Justizministerium für Schlagzeilen, als es 127.271 Bitcoin von Zhi beschlagnahmte, die damals über 15 Milliarden US-Dollar wert waren.
Parallel dazu wies das FinCEN des US-Finanzministeriums amerikanische Banken an, sämtliche Zahlungsverbindungen und Konten mit Bezug zur Huione Group zu kappen. Chinesische Beamte erklärten, dass weitere Mitglieder des Syndikats sukzessive zur Rechenschaft gezogen werden, und warnten verbliebene Flüchtige öffentlich davor, sich zu stellen, um ein milderes Strafmaß zu erwirken.
Wie reagiert der Markt?
commentCount
commentEmpty
commentEmptySubtitle
