
1. April 2026 um 18:12
Buffett kauft US-Anleihen für 17 Mrd. $: Gefahr für Bitcoin?

- Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat seine Liquidität durch den Kauf von US-Schatzwechseln im Wert von 17 Milliarden US-Dollar erhöht, wodurch die gesamten Cash-Reserven auf 373 Milliarden US-Dollar gestiegen sind.
- Das massive Cash-Polster des Unternehmens Ende 2025 ist mehr als doppelt so hoch wie Ende 2023, was auf einen vorsichtigen Marktausblick hindeutet.
- Historische Daten zeigen, dass Buffetts Umschichtung in Barmittel oft größeren Korrekturen am Aktienmarkt vorausgeht, was negative Folgen für den Bitcoin-Preis haben könnte.
Rekordverdächtige Cash-Akkumulation bei Berkshire Hathaway
Warren Buffett, der Vorsitzende von Berkshire Hathaway, gab diese Woche gegenüber CNBC bekannt, dass sein Unternehmen bei der jüngsten Auktion US-Schatzwechsel (Treasury Bills) für rund 17 Milliarden US-Dollar erworben hat. Damit stiegen die liquiden Mittel der Firma bis zum Abschluss des Jahres 2025 auf einen Rekordwert von 373 Milliarden US-Dollar. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den 334,2 Milliarden US-Dollar des Vorjahres und mehr als das Doppelte des Niveaus von Ende 2023.
Buffett zeigt sich von dem jüngsten Rückgang des S&P 500 um 5,75 % seit dem Rekordhoch im Januar unbeeindruckt. Er bezeichnete den Ausverkauf als „nichts“ im Vergleich zu früheren Crashs, bei denen die Märkte um mehr als 50 % einbrachen. Durch den Aufbau dieser massiven Reserven signalisiert der Starinvestor, dass Aktien derzeit noch nicht günstig genug für einen Einstieg sind.
Historische Muster und Rückzug aus dem Fintech-Sektor
Die Strategie, vor Markteinbrüchen in Cash zu flüchten, hat bei Buffett Tradition. Historische Beispiele belegen diesen vorsorglichen Ansatz:
- Im Jahr 1998 reduzierte er das Aktienengagement und erhöhte die Cash-Bestände auf 13,1 Milliarden US-Dollar (ca. 23 % des Gesamtvermögens).
- Mitte 2000 kletterte dieser Wert auf fast 15 Milliarden US-Dollar (ca. 25 %), kurz bevor die Dotcom-Blase platzte.
- Im ersten Quartal 2025 stieg Berkshire zudem vollständig bei dem kryptofreundlichen Fintech-Unternehmen Nu Holdings aus und sicherte sich dabei Gewinne von rund 250 Millionen US-Dollar.
Auswirkungen auf Bitcoin und Marktprognosen
Obwohl Buffett den Bitcoin bekanntermaßen als „Rattengift“ bezeichnet hat, beeinflussen seine Portfolio-Entscheidungen oft das allgemeine Marktumfeld für Risikoanlagen. Seit 2020 korreliert Bitcoin stark mit US-Aktien, insbesondere mit dem Nasdaq. Derzeit liegt der Korrelationskoeffizient zwischen beiden Märkten bei 0,47.
Sollte es zu einem Aktiencrash kommen, wie ihn die historischen Vergleiche von Buffett nahelegen, dürfte auch Bitcoin unter Druck geraten. Analysten nennen derzeit folgende Risikofaktoren:
- Eine Wahrscheinlichkeit von fast 50 % für eine US-Rezession.
- Inflationsrisiken durch geopolitische Konflikte.
- Neue Bedenken hinsichtlich der Quanten-Sicherheit.
Aufgrund dieser Belastungen prognostizieren einige Experten, dass der Bitcoin-Preis im Jahr 2026 auf bis zu 30.000 US-Dollar fallen könnte.
Wie reagiert der Markt?
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