
1. April 2026 um 12:52
K33: Bitcoin-Trader „aggressiv vorsichtig“, Shorts steigen

- Das Engagement in gehebelten Short-Bitcoin-ETFs ist auf 9.012 BTC gestiegen, den zweithöchsten Stand aller Zeiten, nachdem die Short-Exposition in den letzten Tagen um 22 % zugenommen hat.
- Die Markt-Funding-Raten sind nun seit 32 aufeinanderfolgenden Tagen negativ und nähern sich damit der Dauer der Negativphase von Ende 2022 an.
- Historische Daten seit 2019 zeigen, dass Bitcoin während der Osterfeiertage regelmäßig ein geringeres Handelsvolumen und eine niedrigere Volatilität aufweist als im Jahresdurchschnitt.
Erhöhte defensive Positionierung
Laut einem Bericht des Analysehauses K33 zeigen Bitcoin-Trader vor der traditionell volumenarmen Osterzeit eine „aggressive Vorsicht“. Eine Kombination aus schwacher Kursentwicklung, Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Iran und neuen Warnungen bezüglich Quantencomputing hat eine Welle defensiver Positionierungen ausgelöst. Vetle Lunde, Forschungsleiter bei K33, stellte fest, dass diese Katalysatoren Händler dazu veranlasst haben, sich verstärkt abzusichern.
Der sprunghafte Anstieg der Short-Exposition auf 9.012 BTC spiegelt eine konzentrierte bearishe Stimmung wider. Dies deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer aggressiv auf fallende Kurse setzen oder bestehende Portfolios gegen Abwärtsrisiken absichern.
Anzeichen für eine Bodenbildung
Trotz der pessimistischen Stimmung weist Lunde darauf hin, dass das aktuelle Marktumfeld typischen Bodenbildungsphasen gleicht. Wenn bearishe Positionen den Markt überfluten, deutet dies oft darauf hin, dass der Verkaufsdruck seinen Höhepunkt erreicht hat.
- Die annualisierte durchschnittliche 30-Tage-Funding-Rate ist seit 32 Tagen negativ.
- Sollte dieser Zustand noch zwei Wochen anhalten, würde dies die Dauer der Negativphase von November bis Dezember 2022 überschreiten.
Solche Phasen extremer Skepsis sind in der Vergangenheit häufig Vorboten einer Markterholung gewesen.
Liquiditätsengpässe über Ostern
Da viele traditionelle Märkte über die Feiertage geschlossen bleiben, sinken in der Regel auch das Handelsvolumen und die Volatilität im Kryptosektor. Obwohl Kryptobörsen rund um die Uhr geöffnet sind, sind sie nicht immun gegen den Rückgang der Liquidität, insbesondere während der europäischen Handelszeiten.
Seit 2019 lag das Sieben-Tage-Volumen von Bitcoin in der Osterwoche in jedem Jahr unter dem jeweiligen Jahresdurchschnitt. Auch die Volatilitätswerte waren an Ostern stets niedriger. Dies deutet darauf hin, dass sich der Markt in den kommenden Tagen eher seitwärts bewegen oder nur geringe Preissprünge machen wird.
Wie reagiert der Markt?
commentCount
commentEmpty
commentEmptySubtitle
