
31. März 2026 um 23:15
Extreme Angst am Kryptomarkt: Formt BTC gerade einen Boden?
- Der Crypto Fear and Greed Index verharrt seit 12 aufeinanderfolgenden Tagen bei einem Wert von 11, was auf „extreme Angst“ hindeutet.
- Der Anteil der kurzfristigen Bitcoin-Halter ist auf 3,98 % gesunken, ein Niveau, das historisch oft mit einem Marktboden einherging.
- Die Whale-Quote an den Börsen ist auf über 60 % gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht.
Marktstimmung und geopolitische Belastungsfaktoren
Der Kryptomarkt befindet sich weiterhin in einer Phase tiefer Verunsicherung. Der Fear and Greed Index bleibt in der Zone der „extremen Angst“ gefangen. Abgesehen von einer kurzen Erholung zwischen dem 17. und 18. März hat sich der Index seit dem 28. Januar kaum aus diesem Bereich herausbewegt. Analysten sehen die Hauptgründe für die gedrückte Stimmung in den Schlagzeilen zum Israel-Iran-Krieg sowie in den Sorgen über steigende US-Zinsen.
Trotz dieser negativen Rahmenbedingungen gibt es einen Hoffnungsschimmer: Bitcoin konsolidiert sich bereits seit längerem über der Unterstützung von 60.000 US-Dollar. Dies deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck trotz der schlechten Stimmung nicht massiv zugenommen hat, was als Zeichen relativer Stärke gewertet werden kann.
On-Chain-Daten deuten auf Bodenbildung hin
Während die allgemeine Stimmung am Boden liegt, zeichnen On-Chain-Daten ein differenzierteres Bild. Laut dem Analysten MAC_D ist der Anteil der kurzfristigen Halter (Besitzdauer zwischen einer Woche und einem Monat) auf 3,98 % gefallen. In früheren Marktzyklen markierten Werte von unter 4 % oft den Zeitpunkt, an dem der Markt kurz vor einer Bodenbildung stand.
Die abnehmende kurzfristige Aktivität deutet darauf hin, dass spekulative Daytrader den Markt verlassen haben. Langzeithalter kontrollieren nun einen größeren Anteil des Angebots, was klassischerweise auf eine Akkumulationsphase hindeutet.
Dominanz der Wale und Entkopplung vom Aktienmarkt
Großinvestoren dominieren zunehmend das Marktgeschehen. Der Analyst CW8900 stellte fest, dass die Whale-Exchange-Ratio für BTC über 60 % geklettert ist – der höchste Wert seit einem Jahrzehnt. Im gleichen Zeitraum ist die Präsenz von Privatanlegern (Retail) auf den niedrigsten Stand in zehn Jahren gesunken.
Zudem beobachtet der Forscher Axel Adler Jr. eine Schwächung der Korrelation zu traditionellen Märkten:
- Die 13-Wochen-Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 ist unter Null gefallen.
- Die Rallye auf 76.000 US-Dollar am 17. März konnte sich nicht als nachhaltiger Trend etablieren.
- Bitcoin wird derzeit aufgrund der geringen Retail-Beteiligung als risikoreicheres Asset im Vergleich zu Aktien eingestuft.
Diese Diskrepanz zum traditionellen Markt könnte zusammen mit der „extremen Angst“ paradoxerweise eine Kaufgelegenheit signalisieren. Während Privatanleger den Markt verlassen, bauen Wale ihre Dominanz im Stillen weiter aus.
Wie reagiert der Markt?
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