31. März 2026 um 22:02
Fed-Vize Barr fordert strenge Regulierung von Stablecoins

- Notenbankgouverneur Michael Barr hob die historischen Risiken hervor, die mit privatem Geld ohne ausreichende regulatorische Absicherung verbunden sind.
- Barr sprach sich für eine konsequente Umsetzung des GENIUS Act aus, um die Risiken von USD-gekoppelten Stablecoins zu bewältigen.
- Der Regulator betonte, dass die Stabilität von Stablecoins von der hohen Qualität und Liquidität der Reservevorteile abhängt, um eine sofortige Rücklösung zum Nennwert bei Marktstress zu gewährleisten.
Risiken von unreguliertem privatem Geld
In einer aktuellen Ansprache erinnerte Notenbankgouverneur Michael Barr an die von ihm als „lange und schmerzhafte Geschichte“ bezeichnete Ära privater Währungen, die ohne angemessene Aufsicht ausgegeben wurden. Er warnte davor, dass diese Finanzinstrumente ohne entsprechende Schutzmaßnahmen die breitere wirtschaftliche Stabilität gefährden könnten. Barr konzentrierte sich in seinen Ausführungen insbesondere auf den Guiding and Establishing Innovation for U.S. Stablecoins Act, besser bekannt als GENIUS Act. Er merkte an, dass legislative Fortschritte zwar die Branchenentwicklung beschleunigen könnten, die mit an den US-Dollar gekoppelten Token verbundenen Risiken jedoch weiterhin ein primäres Anliegen bleiben.
Sicherstellung von Liquidität und Rücklösung
Ein zentrales Thema in Barrs Argumentation war die Notwendigkeit, dass Stablecoins ihren Wert behalten und auch unter extremen Bedingungen rückzahlbar bleiben müssen. Er erklärte, dass diese Vermögenswerte nur dann wirklich stabil sind, wenn sie in Zeiten von Marktvolatilität oder bei Belastungen des Emittenten zuverlässig zum Nennwert umgetauscht werden können. Michael Barr wies auf einen potenziellen Interessenkonflikt hin: Emittenten hätten finanzielle Anreize, Renditen zu maximieren, was dazu führen könnte, dass sie bei der Verwaltung der Deckungswerte übermäßige Risiken eingehen.
Zu den Schwerpunkten der Federal Reserve gehören:
- Die Verhinderung illegaler Finanzaktivitäten durch technologische und regulatorische Maßnahmen.
- Die Überwachung der Qualität und Liquidität von Reservevermögen zur Sicherstellung der langfristigen Lebensfähigkeit.
- Das Management der Auswirkungen von Marktstress auf die als Deckung dienenden liquiden Staatsanleihen.
Gesetzgeberische Herausforderungen und Zusammenarbeit
Der Vorstoß für eine strengere Aufsicht erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Gesetzgeber Schwierigkeiten haben, einen Konsens über den Clarity Act zu erzielen – einen weiteren Gesetzentwurf, der regulatorische Sicherheit für digitale Vermögenswerte schaffen soll. Barr hatte bereits zuvor geäußert, dass die Verabschiedung des GENIUS Act ein entscheidender Schritt sei, um „Runs“ auf Stablecoins zu verhindern, die entstehen, wenn Nutzer das Vertrauen verlieren und gleichzeitig versuchen, Gelder abzuziehen. Er bekräftigte, dass Bundesbankbehörden und staatliche Regulierer eng zusammenarbeiten müssen, um bestehende Regulierungslücken zu schließen und das Finanzsystem insgesamt zu schützen.
Wie reagiert der Markt?
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