
31. März 2026 um 20:58
Bitfarms-Aktie steigt trotz 284 Mio. $ KI-Verlust um 5%

- Bitfarms meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Nettoverlust von 284 Millionen US-Dollar, bedingt durch den Übergang in den KI-Sektor.
- Das Unternehmen firmiert offiziell in Keel Infrastructure um, um den neuen Fokus auf High-Performance Computing widerzuspiegeln.
- Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 72 % auf 229 Millionen US-Dollar, obwohl sich auch die operativen Verluste deutlich ausweiteten.
Strategische Neuausrichtung auf KI und HPC
Trotz eines erheblichen Nettoverlusts stiegen die Aktien von Bitfarms am Dienstag um über 5 %. Das Unternehmen kündigte eine vollständige Änderung seines Geschäftsmodells an und verabschiedet sich von seiner Tradition als Bitcoin-Miner, um ein Infrastrukturanbieter für Künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance Computing (HPC) zu werden. CEO Ben Gagnon bezeichnete diesen Wechsel als bewusste und folgenreiche Transformation, die auf langfristiges Wachstum in den nordamerikanischen Märkten abzielt. Ab diesem Mittwoch wird das Unternehmen unter dem neuen Namen Keel Infrastructure operieren.
Finanzielle Leistung und Liquidität
Die Finanzergebnisse für das Jahr zeigten eine Mischung aus schnellem Wachstum und steigenden Kosten. Während der Gesamtumsatz 229 Millionen US-Dollar erreichte, verzeichnete das Unternehmen einen operativen Verlust von 150 Millionen US-Dollar, was einen starken Anstieg gegenüber dem Verlust von 28 Millionen US-Dollar im Vorjahr darstellt. Diese Verluste waren größtenteils auf die Kosten der Umstellung und die Volatilität der Bitcoin-Bestände zurückzuführen, die derzeit mit etwa 161 Millionen US-Dollar bewertet werden.
Ende März verfügte das Unternehmen über eine starke Liquiditätsposition:
- Gesamtliquidität von 520 Millionen US-Dollar in bar und digitalen Vermögenswerten.
- 161 Millionen US-Dollar in Bitcoin in der Bilanz.
- Die Mittel sollen zur Finanzierung der Entwicklung in den frühen Phasen des neuen Geschäftsmodells verwendet werden.
Zukünftige Infrastruktur und Umsatzziele
Der Kern der neuen Strategie besteht darin, stromgesicherte Standorte an große Computing-Kunden zu vermieten. Keel Infrastructure entwickelt derzeit eine Pipeline von 2,2 Gigawatt an verschiedenen Standorten, darunter Pennsylvania, der Bundesstaat Washington und Québec. Während das Unternehmen kurzfristig weiterhin Bitcoin minen wird, um den Cashflow aufrechtzuerhalten, beabsichtigt es, das Mining-Geschäft im Laufe der Zeit vollständig einzustellen. Erste Umsätze, die speziell aus KI-Aktivitäten generiert werden, werden frühestens für das Jahr 2027 erwartet.
Wie reagiert der Markt?
commentCount
commentEmpty
commentEmptySubtitle
