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31. März 2026 um 20:55

TD Cowen: Nur 33 % Chance für US-Krypto-Gesetz in 2024

TD Cowen: Nur 33 % Chance für US-Krypto-Gesetz in 2024
Quick Take
  • Analysten von TD Cowen haben die Wahrscheinlichkeit für die Verabschiedung des Clarity Act in diesem Jahr auf nur noch eins zu drei gesenkt.
  • Ein neuer Kompromissvorschlag zu Stablecoin-Renditen wird als unzureichend angesehen, um die nötige Unterstützung der Banken- und Kryptobranche zu gewinnen.
  • Den Gesetzgebern läuft die Zeit davon, da vor der August-Pause des Kongresses entscheidende Fortschritte erzielt werden müssen.

Sinkende Chancen für legislativen Erfolg

Die Investmentbank TD Cowen äußert sich zunehmend skeptisch über die Verabschiedung des Gesetzes zur Kryptomarktstruktur, das als Clarity Act bekannt ist. In einer aktuellen Mitteilung an Investoren schätzte Jaret Seiberg, Managing Director bei der Washington Research Group von TD Cowen, die Chance, dass der US-Senat eine Version des Gesetzes vorantreibt, die das Repräsentantenhaus passieren könnte, auf lediglich 33 %. Dieser Pessimismus wird auch von einigen Abgeordneten geteilt; so senkte etwa Senator Mark Warner seine Einschätzung für den Erfolg des Entwurfs kürzlich von 80 % auf 50 bis 60 %.

Sackgasse bei den Stablecoin-Renditen

Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Behandlung von Stablecoin-Renditen. Ein Kompromissvorschlag der Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks sieht vor, Renditen auf ungenutzte Stablecoin-Guthaben zu verbieten, während Belohnungen für aktive Nutzung zulässig bleiben sollen. Laut Seiberg dürfte dieser Mittelweg jedoch keine der beiden Seiten zufriedenstellen. Plattformen wie Coinbase werden den Vorschlag voraussichtlich ablehnen, da er die Nutzung von Stablecoins für Überschussliquidität bremst. Gleichzeitig sehen traditionelle Banken in Anreizen für alltägliche Käufe mit Stablecoins eine direkte Bedrohung für ihre Einlagenbasis.

Kritische Fristen und der Weg nach vorn

Das Zeitfenster für legislative Maßnahmen ist eng, da der Kongress vor der August-Pause steht. Analysten glauben, dass der Bankenausschuss des Senats zwar in den letzten beiden April-Wochen eine Abstimmung versuchen könnte, ein echter Durchbruch jedoch erst Ende Juli unter dem Druck der bevorstehenden parlamentarischen Sommerpause wahrscheinlich ist.

Damit der Clarity Act Gesetz wird, müsste der Kongress laut Seiberg möglicherweise die Einwände sowohl des Bankensektors als auch der großen Krypto-Player ignorieren. Da ein solches Vorgehen im aktuellen politischen Klima eher die Ausnahme als die Regel darstellt, bleibt die Prognose für eine Umsetzung in diesem Jahr verhalten.

Wie reagiert der Markt?

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