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Vereinigte Staaten·Regulierung

31. März 2026 um 18:04

Haverhill in den USA plant Verbot von Krypto-Geldautomaten

Haverhill in den USA plant Verbot von Krypto-Geldautomaten
Quick Take
  • Der Stadtrat von Haverhill prüft ein vollständiges Verbot von Kryptowährungs-Geldautomaten aufgrund von Bedenken hinsichtlich Finanzbetrugs und Geldwäsche.
  • Bürgermeisterin Melinda E. Barrett brachte die entsprechende Verordnung ein, die in der Ratssitzung am 17. März einstimmig mit 11 Stimmen angenommen wurde.
  • Im Falle eines Inkrafttretens haben Betreiber 60 Tage Zeit, ihre Geräte zu entfernen, andernfalls drohen tägliche Geldstrafen von 300 $.

Lokale Gesetzgebung und Begründung

Die Stadt Haverhill, Massachusetts, strebt ein vollständiges Verbot von Krypto-Kiosken in ihrem Zuständigkeitsbereich an. Lokale Beamte argumentieren, dass das Fehlen einer staatlichen und bundesstaatlichen Aufsicht die Einwohner anfällig für Betrug und illegale Finanzaktivitäten gemacht hat. Die vorgeschlagene Verordnung würde das Stadtrecht ändern, um die Automaten effektiv zu verbieten. Als Hauptgrund wird die mangelnde Regressmöglichkeit für Betrugsopfer angeführt.

Nach der einstimmigen Unterstützung durch den Rat bereitet sich die Stadt auf die Durchsetzung strenger Compliance-Maßnahmen vor. Laut Daten von CoinATMRadar und Branchenvertretern sind im Raum Haverhill derzeit mindestens acht Krypto-Geldautomaten in Betrieb. Die Gesetzgebung sieht vor, dass diese Geräte kurz nach Inkrafttreten des Gesetzes außer Betrieb genommen und entfernt werden müssen.

Branchenkontext und regulatorisches Umfeld

Das Vorgehen von Haverhill spiegelt einen wachsenden Trend in den USA wider, bei dem lokale und staatliche Behörden restriktive Maßnahmen gegen die Krypto-Automaten-Industrie ergreifen. Anfang dieses Jahres schlug ein Gesetzgeber in Minnesota eine ähnliche Regelung vor, die auf einem Gesetz von 2024 aufbaut, das die Betriebsregeln bereits verschärfte. Diese Entwicklungen fallen in eine Zeit, in der große Branchenakteure mit erheblichen rechtlichen und finanziellen Hürden konfrontiert sind.

Bitcoin Depot (BTM), einer der größten Betreiber in diesem Sektor, steht derzeit unter starker Beobachtung:

  • Regulierungsbehörden in Connecticut erließen im März eine vorläufige Unterlassungsanordnung, wodurch die Lizenz des Unternehmens für Geldtransfers ausgesetzt wurde.
  • Behörden in Iowa und Massachusetts haben Klage gegen das Unternehmen eingereicht und werfen ihm vor, mit seinen Automaten betrügerische Systeme zu unterstützen.
  • Der Aktienkurs des Unternehmens ist in den letzten sechs Monaten um mehr als 90 % eingebrochen und notierte am Dienstag an der Nasdaq bei 2,06 $.

Führungswechsel und Marktauswirkungen

Die Instabilität innerhalb des Sektors zeigt sich auch in jüngsten personellen Veränderungen an der Spitze. Scott Buchanan trat kürzlich nach weniger als drei Monaten im Amt als CEO von Bitcoin Depot zurück. Er wurde durch Alex Holmes ersetzt, ein Vorstandsmitglied und ehemaliger CEO von MoneyGram. Dieser Führungswechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Geschäftsmodell für Krypto-Kioske wegen seiner potenziellen Rolle bei Geldwäsche und finanziellen Verlusten für Verbraucher massiv unter Beschuss steht.

Wie reagiert der Markt?

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