31. März 2026 um 13:04
Resupply-Exploit: Gericht stoppt Belästigung in Singapur

- Das Gericht zum Schutz vor Belästigung in Singapur hat eine Verfügung gegen den Gründer von OneKey und einen X-Nutzer erlassen.
- Der Rechtsstreit betrifft Betrugsvorwürfe nach einem 9,6 Millionen Dollar schweren Exploit des Resupply-Protokolls im Juni 2025.
- Das Gericht ordnete an, dass die Antragsgegner bis zum 7. April insgesamt 2.500 Singapur-Dollar an Entschädigung und Kosten zahlen müssen.
Gerichtliche Entscheidung in Singapur
In einer jüngsten rechtlichen Entwicklung hat das Gericht zum Schutz vor Belästigung in Singapur am 24. März ein Urteil in einem vielbeachteten Streitfall innerhalb des Sektors der dezentralen Finanzen (DeFi) gefällt. Die gerichtliche Anordnung richtet sich gegen Wang Lei, den Gründer der Krypto-Wallet OneKey, sowie gegen die Person hinter dem X-Account web3feng. Das Urteil untersagt ihnen, drohende, beleidigende oder diffamierende Äußerungen gegenüber Wang Haoming zu tätigen, einem Mitwirkenden von Curve Finance, der online als Haowi Wong bekannt ist.
Das gerichtliche Einschreiten verpflichtet die Beklagten, die Verbreitung falscher Informationen oder Betrugsvorwürfe in Bezug auf den Kläger einzustellen. Darüber hinaus müssen die Antragsgegner bis zum 7. April einen Gesamtbetrag von 2.500 Singapur-Dollar (ca. 1.900 US-Dollar) zur Deckung von Kosten und Entschädigungen zahlen.
Hintergrund des Resupply-Exploits
Die Spannungen zwischen den Parteien verschärften sich nach einer schwerwiegenden Sicherheitslücke im Stablecoin-Protokoll Resupply im Juni 2025. Der Exploit nutzte eine Schwachstelle zur Preismanipulation im wstUSR-Markt aus, was zu einem Verlust von etwa 9,6 Millionen Dollar führte. Da das Protokoll cvcrvUSD und verschiedene Vault-Integrationen nutzte, brachten einige Teilnehmer der Krypto-Community den Vorfall fälschlicherweise mit dem offiziellen Team von Curve Finance in Verbindung.
Trotz dieser Assoziationen hatte Curve Finance-Gründer Michael Egorov zuvor klargestellt, dass keine Mitarbeiter seiner Organisation an dem Resupply-Projekt arbeiteten. Die daraufhin einsetzenden Online-Beschuldigungen veranlassten Wang Haoming, rechtlichen Schutz gegen die von ihm als kontinuierliche Angriffe und schwerwiegende unbegründete Anschuldigungen beschriebenen Handlungen zu suchen.
Auswirkungen auf die Branche und Vertrauen
Der Fall unterstreicht die zunehmende rechtliche Kontrolle der Kommunikation innerhalb der Kryptowährungsbranche. Curve Finance erklärte, dass Kritik zwar ein natürlicher Teil des Sektors sei, es jedoch eine klare Grenze zwischen legitimen Rückmeldungen und offener Diffamierung gebe. Die Organisation wies darauf hin, dass verzerrte Behauptungen den Ruf der Teilnehmer schädigen und das Vertrauen in das gesamte Ökosystem untergraben können.
Wang Haoming betonte, dass in einer Branche, in der Vertrauen ein grundlegendes Gut ist, die wiederholte Verbreitung von Fehlinformationen schwerwiegende reale Konsequenzen haben kann. Die gerichtliche Anordnung gilt als seltener Fall, in dem traditionelle Rechtsrahmen genutzt werden, um Streitigkeiten zu schlichten, die aus dem Scheitern von DeFi-Protokollen und den daraus resultierenden Auswirkungen in sozialen Medien entstehen.
Wie reagiert der Markt?
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