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31. März 2026 um 00:05

Bitcoin-Rekord erst 2027? Peter Brandt & Polymarket skeptisch

Quick Take
  • Der erfahrene Trader Peter Brandt prognostiziert, dass Bitcoin möglicherweise erst im zweiten Quartal 2027 ein neues Allzeithoch erreichen wird.
  • Teilnehmer am Prognosemarkt Polymarket beziffern die Wahrscheinlichkeit, dass die Kryptowährung im Jahr 2026 die Marke von 120.000 $ zurückerobert, auf lediglich 15 %.
  • Die Marktstimmung ist auf ein Niveau von „extremer Angst“ gefallen, was sich in einem Wert von 8 im Crypto Fear & Greed Index widerspiegelt, während die institutionellen Abflüsse zunehmen.

Analysten erwarten eine langwierige Erholungsphase

Der renommierte Marktanalyst Peter Brandt hat einen vorsichtigen Ausblick für die führende Kryptowährung gegeben und angedeutet, dass eine Rückkehr zu früheren Höchstständen länger dauern könnte, als viele Anleger hoffen. Laut Brandt ist es unwahrscheinlich, dass Bitcoin im Laufe des Jahres 2026 ein neues Preishoch aufstellt; ein potenzieller Ausbruch könnte sich bis zum 2. Quartal 2027 verzögern. Obwohl er einräumte, dass solche Prognosen teilweise auf Vermutungen beruhen, merkte Brandt an, dass der Vermögenswert die Preisniveaus von September oder Oktober dieses Jahres erneut testen oder sogar „leicht unterschreiten“ könnte, um den Boden des Bärenzyklus zu bilden.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wird Bitcoin bei 66.329 $ gehandelt, was einem Rückgang von 3,46 % in den letzten sieben Tagen entspricht. Die digitale Währung liegt damit etwa 47 % unter ihrem im Oktober letzten Jahres verzeichneten Rekordhoch von 126.100 $. Trotz der kurzfristig bärischen Einschätzung hält Brandt an seiner langfristigen These fest, dass Bitcoin ein Wertaufbewahrungsmittel ist.

Unterschiedliche Theorien zu Marktzyklen

Unter Experten herrscht Uneinigkeit darüber, ob Bitcoin seinem historischen Vier-Jahres-Zyklus folgen wird oder ob die institutionelle Nachfrage die Marktdynamik grundlegend verändert hat. Anthony Scaramucci, geschäftsführender Gesellschafter der Investmentfirma SkyBridge, stellte fest, dass sich der Markt derzeit im bärischen Teil des Zyklus befindet. Er glaubt, dass dies teilweise durch eine „selbsterfüllende Prophezeiung“ von Walen und Langzeit-Haltern getrieben wird.

Weitere Analystenperspektiven umfassen:

  • Willy Woo, der darauf hinweist, dass der Markt aus Liquiditätssicht etwa ein Drittel des aktuellen Bärenmarktes durchlaufen hat.
  • Tom Lee von Fundstrat, der weiterhin optimistisch ist und erwartet, dass Bitcoin trotz der jüngsten Volatilität noch in diesem Jahr ein neues Allzeithoch erreichen könnte.

Institutionelle Abflüsse und Stimmungswechsel

Das breitere Marktumfeld ist derzeit von erhöhter Vorsicht geprägt. In der am vergangenen Freitag endenden Woche verzeichneten Spot Bitcoin-ETFs nach einer vierwöchigen Zuflusssträhne Nettoabflüsse in Höhe von 296,18 Millionen $. Diese Verschiebung des institutionellen Kapitals fällt mit wachsenden geopolitischen Spannungen und einem Einbruch der Anlegerstimmung zusammen.

Der Crypto Fear & Greed Index stürzte kürzlich auf einen Wert von 8 ab, was „extreme Angst“ unter den Marktteilnehmern signalisiert. Dieser Wert verharrt seit dem 20. März auf einem unterdrückten Niveau und spiegelt das weitverbreitete mangelnde Vertrauen in eine kurzfristige Erholung wider, während der Vermögenswert darum kämpft, die im Februar etablierte Unterstützungsmarke von über 60.000 $ zu halten.

Wie reagiert der Markt?

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