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30. März 2026 um 20:42

Powell beruhigt Anleihenmärkte, steigendes Öl belastet Krypto und Aktien

Powell beruhigt Anleihenmärkte, steigendes Öl belastet Krypto und Aktien
Quick Take
  • Der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, signalisierte, dass die Zentralbank derzeit die kurzfristige Volatilität der Ölpreise ignoriert, um sich auf stabile Inflationserwartungen zu konzentrieren.
  • Die Renditen von US-Staatsanleihen gingen zurück, da die Marktteilnehmer ihre Erwartungen für eine bevorstehende Zinserhöhung dämpften.
  • Trotz der positiven Nachrichten für Anleihen belasteten steigende Ölpreise risikoreichere Anlagen, was dazu führte, dass Bitcoin und die wichtigsten Aktienindizes ihre frühen Gewinne wieder abgaben.

Powell priorisiert Inflationsstabilität vor Ölpreisschocks

Während eines Auftritts an der Harvard University sorgte der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, für Klarheit über die Haltung der Zentralbank zur Volatilität am Energiemarkt. Powell betonte, dass die Fed über temporäre Spitzen bei den Ölpreisen hinwegsieht, und merkte an, dass die langfristigen Inflationserwartungen „gut verankert“ bleiben.

In Bezug auf potenzielle politische Kursänderungen erklärte Powell: „Wir werden vielleicht irgendwann vor der Frage stehen, was hier zu tun ist. Wir stehen noch nicht wirklich davor, weil wir nicht wissen, wie die wirtschaftlichen Auswirkungen sein werden.“ Dieser vorsichtige Ansatz deutet darauf hin, dass die Fed noch nicht bereit ist, allein aufgrund der Energiekosten umzuschwenken, und es vorzieht, auf aussagekräftigere Daten über die breiteren wirtschaftlichen Auswirkungen zu warten.

Anleiherenditen fallen, da Zinserhöhungsängste nachlassen

Die Kommentare des Vorsitzenden hatten eine sofortige beruhigende Wirkung auf den Rentenmarkt, der sich zuletzt auf potenzielle Zinserhöhungen eingestellt hatte. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe fiel um neun Basispunkte auf 4,35 %, während die 2-jährige Rendite um acht Basispunkte auf 3,83 % sank.

Laut dem CME FedWatch Tool gab es eine dramatische Verschiebung bei der Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinserhöhung im Jahr 2026. Die Wahrscheinlichkeit stürzte am Montag auf nur noch 5 % ab, nach signifikanten 25 % am Freitag. Diese Neubewertung spiegelt einen wachsenden Konsens wider, dass die Fed trotz der jüngsten Marktunruhe eine geduldige Haltung beibehalten wird.

Energiepreisanstieg belastet Aktien und Kryptowährungen

Während der Anleihenmarkt Entlastung fand, blieb das allgemeine Investitionsumfeld aufgrund stark steigender Energiekosten unter Druck. Die Sorte WTI Rohöl sprang am Montag um 5,3 % nach oben und erreichte fast 105 USD pro Barrel. Dies ist das erste Mal seit 2022, dass Öl über der Marke von 100 USD schloss – ein Niveau, das es trotz der geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran kaum halten konnte.

Die steigenden Energiekosten dämpften den Appetit der Anleger auf risikoreichere Anlagen. Der Nasdaq fiel um 0,75 %, und der S&P 500 beendete den Handelstag mit einem Minus von 0,4 %. Der Kryptowährungsmarkt folgte einem ähnlichen Verlauf; Bitcoin (BTC) gab sein Intraday-Momentum auf und handelte wieder auf dem Niveau von 66.500 USD, womit der Preis über den Zeitraum der letzten 24 Stunden nahezu unverändert blieb.

Wie reagiert der Markt?

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