30. März 2026 um 12:21
Rochard fordert klare Bitcoin-Regeln in US-Basel-III-Reform
- Pierre Rochard, CEO von The Bitcoin Bond Company, hat die US-Regulierungsbehörden offiziell wegen des Fehlens von Bitcoin in der Überarbeitung des Basel III-Eigenkapitalrahmens herausgefordert.
- Am 29. März wurde ein formeller Kommentar bei der Federal Reserve, der FDIC und dem OCC eingereicht, der rechtliche Risiken aufgrund regulatorischer Unklarheiten hervorhebt.
- Die aktuellen Vorschläge lassen offen, ob für Bitcoin die vom Basler Ausschuss festgelegte Risikogewichtung von 1.250 % gelten wird.
Regulatorische Lücken und rechtliche Risiken
In einer formellen Mitteilung an die Federal Reserve, die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) und das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) argumentierte Pierre Rochard, dass die Behörden keine Kapitalregeln festlegen können, ohne die Beweise hinter ihrer Behandlung von Bitcoin zu erklären. Die jüngsten Vorschläge vom 19. März, die den US-Bankenkapitalrahmen umfassend reformieren sollen, erwähnten Bitcoin, Kryptowährungen oder digitale Vermögenswerte kein einziges Mal.
Laut Rochard schafft dieses Schweigen eine erhebliche Lücke bei der Bewertung von Kredit-, Markt- und operationellen Risiken im Zusammenhang mit BTC für die größten US-Banken. Er warnte davor, dass die Einführung von Kapitalanforderungen ohne explizite Begründung die endgültigen Regeln anfällig für rechtliche Anfechtungen machen könnte.
Ungleichheit bei den Richtlinien für digitale Vermögenswerte
Der Bankensektor steht derzeit vor der Ungewissheit, ob die US-Behörden den SCO60-Rahmen des Basler Ausschusses übernehmen werden. Dieser internationale Standard weist ungesicherten Krypto-Assets wie Bitcoin eine drakonische Risikogewichtung von 1.250 % zu. Rochard wies auf eine Diskrepanz im Umgang mit verschiedenen digitalen Vermögenswerten hin:
- Am 5. März veröffentlichten die Regulierungsbehörden ein FAQ, das klarstellte, dass tokenisierte Wertpapiere ähnlich wie ihre traditionellen Gegenstücke behandelt werden sollten, getreu einem „technologieneutralen“ Ansatz.
- Im Gegensatz dazu gibt es keine vergleichbare Klarheit für das Halten, Verleihen oder die Verwahrung von Bitcoin.
Ohne klare Anweisungen müssen Banken selbst interpretieren, wie bestehende Kapitalkategorien auf Bitcoin-besicherte Kredite und Derivate-Engagements anzuwenden sind, was die wirtschaftliche Rentabilität dieser Dienstleistungen erschwert.
Potenzielle wirtschaftliche Auswirkungen
Rochard betonte, dass die Schaffung klarer Bankenregeln für Bitcoin dem traditionellen Finanzsystem tatsächlich zugutekommen könnte. Er schlug vor, dass die Integration von Bitcoin in den Regulierungsrahmen die Nettozinsmargen der Banken verbessern und potenziell zu niedrigeren Zinssätzen für Kreditnehmer führen könnte.
Vor dem aktuellen Vorschlag hatten einige Marktanalysten erwartet, dass die Neufassung die Kapitalanforderungen lockern und so mehr Liquidität für Bitcoin-bezogene Aktivitäten freisetzen könnte. Die derzeitige mangelnde Transparenz bleibt jedoch eine der Haupthürden für die institutionelle Beteiligung im Bereich der digitalen Vermögenswerte.
Wie reagiert der Markt?
commentCount
commentEmpty
commentEmptySubtitle
