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Vereinigte Staaten·Regulierung

30. März 2026 um 12:16

Stablecoin-Ertragsstreit blockiert US-Kryptogesetz

Stablecoin-Ertragsstreit blockiert US-Kryptogesetz
Quick Take
  • Stablecoin-Erträge haben sich als das Haupthindernis für die Verabschiedung eines umfassenden Gesetzes zur Struktur des Kryptomarktes in den Vereinigten Staaten herausgestellt.
  • Die Verhandlungen befinden sich derzeit in einer Sackgasse, nachdem Berichte laut wurden, dass Coinbase erhebliche Bedenken gegen restriktive Gesetzesentwürfe geäußert hat.
  • Branchenexperten warnen, dass das Zeitfenster für eine Abstimmung im Ausschuss immer kleiner wird, was dazu führen könnte, dass das gesamte Gesetzgebungsverfahren scheitert.

Die Ertrags-Kontroverse und der regulatorische Stillstand

Die Debatte darüber, wie Stablecoin-Belohnungen zu behandeln sind, ist zum zentralen „Blockierer“ für eine breitere Krypto-Gesetzgebung geworden. Während das im Juli verabschiedete GENIUS-Stablecoin-Gesetz es Emittenten verbietet, Zinsen direkt an Inhaber auszuzahlen, untersagt es Drittplattformen wie Coinbase derzeit nicht, Belohnungen anzubieten. Diese Unterscheidung hat zu einer Kluft zwischen der Kryptoindustrie und Vertretern des traditionellen Bankenwesens geführt.

Bankenvertreter argumentieren, dass die Zulassung von Stablecoin-Renditen Einlagen von traditionellen Finanzinstituten abziehen könnte, was insbesondere Gemeindebanken gefährden würde. Krypto-Unternehmen halten dagegen, dass solche Einschränkungen die Finanzinnovation ersticken würden. Trotz dreier Treffen, die das Weiße Haus zwischen Bankenvertretern und Krypto-Akteuren organisiert hat, konnte kein Konsens erzielt werden.

Interne Reibereien in der Branche und politische Folgen

Die Frustration erreichte diese Woche ihren Höhepunkt, als Berichte auftauchten, dass Coinbase negative Rückmeldungen zu frühen Gesetzesentwürfen gegeben habe. Dies folgt auf die Entscheidung der Börse im Januar, die Unterstützung für das Marktstrukturgesetz kurz vor einer geplanten Abstimmung im Bankenausschuss des Senats zurückzuziehen. Damals äußerte CEO Brian Armstrong Bedenken über Bestimmungen, von denen er behauptete, sie würden „Belohnungen töten“, sowie über Fragen zu DeFi und der Zuständigkeit der SEC.

Prominente Persönlichkeiten der Branche äußerten zunehmende Verärgerung. Peter Van Valkenburgh, Exekutivdirektor bei Coin Center, stellte fest, dass die ständigen Zyklen gescheiterter Verhandlungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass das Gesetz niemals zur Abstimmung kommt. Unterdessen kritisierte Jeff Dorman, Chief Investment Officer bei Arca, die Börse in den sozialen Medien und warf ihr vor, den Fortschritt der Branche „als Geisel“ zu halten.

Zukunftsaussichten und die Drei-Wochen-Frist

Trotz des aktuellen Stillstands bleiben einige Beteiligte vorsichtig optimistisch. David Duong, Leiter der globalen Investmentforschung bei Coinbase, gab an, dass Branchenführer an einem koordinierten Gegenvorschlag arbeiten. Dieser Plan zielt darauf ab, gesetzgeberische Bedenken auszuräumen und gleichzeitig die Belohnungsprogramme für Kunden zu schützen, wobei eine Lösung für die Formulierungen zu den Erträgen innerhalb der nächsten drei Wochen angestrebt wird.

Politikexperten, darunter Ron Hammond von Wintermute, gehen davon aus, dass Mitte bis Ende April weitere Details zu einer möglichen parlamentarischen Bearbeitung (Markup) auftauchen könnten. Es wird erwartet, dass die endgültige Fassung des Gesetzes auch den Blockchain Regulatory Certainty Act enthalten wird – eine Priorität für Coin Center, die klarstellen würde, dass Non-Custodial-Entwickler keine Geldübermittler sind. Das endgültige Schicksal der Gesetzgebung bleibt jedoch an die Lösung des Streits um die Stablecoin-Renditen gebunden.

Wie reagiert der Markt?

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