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Vereinigte Staaten·Regulierung

30. März 2026 um 10:05

P2P.me entschuldigt sich für Wetten auf eigenes $6 Mio. Funding

Quick Take
  • Das Team von P2P.me platzierte Wetten auf der Prognoseplattform Polymarket darüber, ob das eigene Projekt sein Spendenziel von 6 Millionen US-Dollar erreichen würde.
  • Die Finanzierungsrunde brachte letztlich 5,2 Millionen US-Dollar ein, was zu einem „Nein“-Ergebnis für die Marktwette führte.
  • Das Team entschuldigte sich für diesen Schritt und kündigte an, alle Gewinne aus den Wetten an die Schatzkammer der MetaDAO abzuführen.

Offenlegung der Aktivitäten auf Polymarket

Das Team hinter der dezentralen Handelsplattform P2P.me gab bekannt, dass es im Vorfeld seiner jüngsten Kapitalbeschaffung Positionen auf dem Prognosemarkt Polymarket eröffnet hatte. Laut einer Offenlegung auf der Social-Media-Plattform X wurden diese Positionen bereits 10 Tage vor Beginn der Finanzierungsrunde eingenommen. Im Zentrum der Wette stand die Frage, ob das Projekt das gesetzte Ziel von 6 Millionen US-Dollar erreichen würde.

Zum Zeitpunkt der Wettplatzierung verfügte P2P.me nach eigenen Angaben lediglich über eine „mündliche Zusage“ der Risikokapitalgesellschaft Multicoin Capital in Höhe von 3 Millionen US-Dollar. Es gab weder unterzeichnete Term Sheets noch garantierte Zuteilungen. Das Team räumte ein, dass dieses Vorgehen unangemessen war, und bat die Community um Entschuldigung.

Finanzierungsergebnis und Konsequenzen

Die Fundraising-Bemühungen endeten mit einem Gesamtbetrag von 5,2 Millionen US-Dollar, womit das ursprüngliche Ziel verfehlt wurde. Infolgedessen wurde die Wette auf dem Prognosemarkt negativ gewertet. Das P2P.me-Team erklärte, dass sämtliche Gewinne aus den Prognosemarkt-Positionen in die Treasury der MetaDAO fließen werden – die Reserve der dezentralen autonomen Organisation, die die Plattform verwaltet.

Zudem teilte das Team mit, dass es derzeit alle offenen Positionen auf Polymarket liquidiert. Künftig soll eine „formelle Unternehmensrichtlinie“ eingeführt werden, die Handelsaktivitäten auf Prognosemärkten für Teammitglieder streng regelt, um die Integrität des Projekts zu wahren.

Regulatorisches Umfeld und Insiderhandel

Der Vorfall ereignet sich in einer Zeit, in der Prognosemärkte zunehmend unter die Lupe der US-Gesetzgeber geraten. Es gibt wachsende Bestrebungen, Insiderhandel auf diesen Plattformen zu unterbinden. Die Kongressmitglieder Adrian Smith und Nikki Budzinski brachten kürzlich den PREDICT Act ein, um es dem US-Präsidenten und Abgeordneten zu untersagen, an Prognosemärkten teilzunehmen.

US-Behörden versuchen insbesondere, Aktivitäten einzuschränken, die mit Wahlen, Gesetzgebung oder geopolitischen Sicherheitsfragen verknüpft sind. Als Reaktion darauf haben Plattformen wie Polymarket und Kalshi bereits Gegenmaßnahmen angekündigt, um den Missbrauch von Insiderinformationen einzudämmen.

Wie reagiert der Markt?

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