30. März 2026 um 09:35
US-Steuerplan: Stablecoins steuerfrei, Bitcoin nicht

- Die US-Abgeordneten Max Miller und Steven Horsford haben einen Diskussionsentwurf für den Digital Asset PARITY Act vorgelegt, um den Internal Revenue Code von 1986 zu modernisieren.
- Der Vorschlag sieht eine De-minimis-Steuerbefreiung von 200 US-Dollar für Transaktionen mit Stablecoins vor, schließt Bitcoin jedoch ausdrücklich von diesem Vorteil aus.
- Einnahmen aus Staking, Lending und passiven Validator-Diensten sollen als Bruttoeinkommen eingestuft und jährlich auf Basis des fairen Marktwerts besteuert werden.
Modernisierung der Besteuerung digitaler Vermögenswerte
Die geplante Gesetzgebung mit dem offiziellen Titel Digital Asset Protection, Accountability, Regulation, Innovation, Taxation, and Yields Act zielt darauf ab, die Behandlung von Krypto-Assets durch den Internal Revenue Service (IRS) grundlegend zu reformieren. Durch die Änderung des Steuergesetzbuches von 1986 hoffen die Gesetzgeber, einen klareren Rahmen für Investoren und Unternehmen in den USA zu schaffen. Cody Carbone, CEO der Digital Chamber, betonte, dass eine solche Klarheit unerlässlich sei, um sicherzustellen, dass Aktivitäten im Bereich digitaler Vermögenswerte im Inland bleiben.
Gezielte Steuerbefreiungen für Stablecoins
Ein zentrales Merkmal des Entwurfs ist die steuerliche Behandlung von dollargebundenen Stablecoins. Der Entwurf sieht vor, dass diese Token von Kapitalgewinnen oder -verlusten befreit werden, sofern ihr Wert innerhalb von 1 % der 1-Dollar-Bindung bleibt (eine Schwankung von höchstens 0,01 US-Dollar). Zu den wichtigsten Bestimmungen gehören:
- Eine Schwelle von 200 US-Dollar für Einzeltransaktionen, unter der keine Steuerberichterstattung erforderlich ist.
- Eine Regelung, die verhindert, dass Transaktionskosten für den Erwerb oder Transfer von Stablecoins zur Anschaffungsbasis eines Anlegers hinzugerechnet werden.
- Eine jährliche Obergrenze für die Gesamtbefreiungen, die von den Gesetzgebern noch festzulegen ist.
Einkünfte aus Yield und Validierung
Der Gesetzentwurf befasst sich auch mit dem wachsenden Sektor der Krypto-Erträge. Dem Entwurf zufolge müssen alle Einkünfte aus Staking, Lending oder passiven Validator-Diensten jedes Jahr als Teil des Bruttoeinkommens gemeldet werden. Diese Einkünfte würden auf der Grundlage des fairen Marktwerts der Vermögenswerte zum Zeitpunkt des Zuflusses berechnet. Dieser Schritt stellt eine Formalisierung der Sichtweise des IRS auf dezentrale Finanzen (DeFi) und Erträge auf Konsensebene dar.
Kritik am Ausschluss von Bitcoin
Der Entwurf stieß in der Bitcoin-Community sofort auf Widerstand, da er die De-minimis-Befreiung nicht auf die weltweit größte Kryptowährung ausweitet. Kritiker, darunter Pierre Rochard, CEO von The Bitcoin Bond Company, argumentieren, dass Bitcoin Priorität bei solchen Befreiungen haben sollte. Rochard bezeichnete den Entwurf als Schritt in die „falsche Richtung“ und erklärte, dass Stablecoins lediglich digitale Versionen von Fiat-Währungen seien und ihnen die dezentrale und erlaubnisfreie Natur von Bitcoin fehle.
Wie reagiert der Markt?
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