30. März 2026 um 08:39
SBF-Begnadigungschancen sinken nach Interview seiner Eltern

- Polymarket und Kalshi melden einen Rückgang der Chancen auf eine Begnadigung durch den Präsidenten für Sam Bankman-Fried, die nun bei jeweils 11 % und 9 % liegen.
- Die Eltern des ehemaligen FTX-Chefs, Joseph Bankman und Barbara Fried, haben die Verurteilung wegen Betrugs öffentlich angefochten und behauptet, die Strafverfolgung sei politisch motiviert gewesen.
- Die Verteidigungsbemühungen richten sich nun an Präsident Donald Trump, wobei Bankman-Fried eher als potenzielles nationales Gut denn als Krimineller dargestellt wird.
Marktreaktion auf die öffentliche Fürsprache
Aktuelle Daten der wichtigsten US-Prognosemärkte zeigen, dass die Öffentlichkeit weiterhin skeptisch ist, ob Sam Bankman-Fried in diesem Jahr eine Begnadigung erhalten wird. Nach einem vielbeachteten Interview am 21. März mit CNN sank die Wahrscheinlichkeit einer Begnadigung auf Kalshi um 1 % und auf Polymarket um 2 %. Trotz der Bemühungen seiner Eltern, das Narrativ zu ändern, deutet die Marktstimmung darauf hin, dass ihre öffentlichen Appelle möglicherweise nicht die beabsichtigte rechtliche oder politische Erleichterung bewirken.
Die Verteidigungsstrategie der Eltern
In ihrem jüngsten Medienauftritt hielten Joseph Bankman und Barbara Fried daran fest, dass die Handlungen ihres Sohnes keinen Betrug darstellten. Sie argumentierten, dass Alameda Research ähnlich wie andere Marktteilnehmer agierte, indem es Gelder von FTX lieh, und dass diese Vermögenswerte niemals „unsachgemäß verwendet“ wurden. Bankman behauptete, dass das Kapital immer innerhalb des Ökosystems vorhanden war und während der Liquiditätskrise freiwillig übergeben wurde. Darüber hinaus hat die Verteidigung im Februar 2026 Berufung beim Bezirksgericht für den südlichen Distrikt von New York eingelegt, um das Urteil aufgrund angeblich unterdrückter Zeugenaussagen und Vorwürfen richterlicher Befangenheit durch Richter Lewis Kaplan aufzuheben.
Politische Auswirkungen und Appelle an Trump
Barbara Fried bezeichnete die Strafverfolgung als „politischen“ Schlag der Biden-Regierung und warf Beamten vor, die Kryptowährungsindustrie zerstören zu wollen. In dem Versuch, Bankman-Fried von seinem Ruf als Spender der Demokraten zu distanzieren, hoben seine Eltern seine Beiträge an die Republikaner und seine Frustration über die aktuelle liberale Politik hervor. Sie haben einen direkten Appell an Donald Trump gerichtet und angedeutet, dass der ehemalige Präsident – der selbst mit juristischen Auseinandersetzungen konfrontiert war – Bankman-Fried als Opfer einer außer Kontrolle geratenen Strafverfolgung betrachten sollte. Politische Persönlichkeiten wie Senatorin Cynthia Lummis haben jedoch starken Widerstand geäußert, und frühere Berichte deuten darauf hin, dass Trump zögert, eine solche Begnadigung in Betracht zu ziehen.
Wie reagiert der Markt?
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