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Vereinigte Staaten·Regulierung

27. März 2026 um 04:51

US-Gesetz soll Insiderhandel auf Prognosemärkten unterbinden

US-Gesetz soll Insiderhandel auf Prognosemärkten unterbinden
Quick Take
  • Ein überparteilicher Gesetzentwurf wurde eingebracht, um Regierungsbeamten die Nutzung nicht-öffentlicher Informationen für Wetten auf Prognosemärkten zu untersagen.
  • Die vorgeschlagene Regelung gilt für einen weiten Kreis von Amtsträgern, darunter der Präsident, der Vizepräsident und Kongressmitglieder.
  • Die Geldstrafen bei Verstößen könnten bis zu das Doppelte des erzielten Gewinns aus illegalen Geschäften betragen.

Bekämpfung von Insiderhandel auf Prognosemärkten

Eine überparteiliche Gruppe von US-Abgeordneten, darunter Todd Young, Elissa Slotkin, John Curtis und Adam Schiff, hat den Public Integrity in Financial Prediction Markets Act of 2026 vorgestellt. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis, dass Plattformen wie Kalshi und Polymarket von Personen ausgenutzt werden könnten, die Zugang zu sensiblen Regierungsdaten haben. Die Abgeordnete Slotkin betonte, dass Staatsdiener nicht von Wissen profitieren sollten, das sie durch ihre Tätigkeit erlangt haben. Sie bezeichnete den Entwurf als wichtigen ersten Schritt, um vernünftige Regeln mit spürbaren Konsequenzen für Verstöße zu etablieren.

Geltungsbereich und Definitionen

Die Gesetzgebung zielt darauf ab, hochrangige Regierungsbeamte und Angestellte daran zu hindern, Insiderinformationen zu nutzen – definiert als Daten, die ein vernünftiger Anleger als wesentlich erachten würde, die aber nicht öffentlich zugänglich sind. Im Falle einer Verabschiedung würde das Gesetz folgende Gruppen regulieren:

  • Den Präsidenten und Vizepräsidenten
  • Mitglieder des Repräsentantenhauses und des Senats
  • Politisch Ernannte sowie Mitarbeiter von Exekutivbehörden oder unabhängigen Regulierungsbehörden

Berichterstattungspflichten und Strafen

Gemäß dem Entwurf müssen Beamte strenge Transparenzstandards einhalten. Jede Wette auf einem Prognosemarkt, die 250 US-Dollar übersteigt, muss innerhalb von 30 Tagen der zuständigen Ethikbehörde gemeldet werden. Diese Berichte müssen die Anzahl der Kontrakte, den Preis, das Transaktionsdatum, die genutzte Plattform sowie den erzielten Gewinn oder Verlust detailliert aufführen. Um Fehlverhalten abzuschrecken, sieht der Entwurf Bußgelder in Höhe von 500 US-Dollar oder dem Doppelten des erzielten Gewinns vor, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

Weiterer legislativer Kontext

Dieser Vorschlag ist bereits der zweite bedeutende Gesetzentwurf in dieser Woche, der auf die Regulierung von Prognosemärkten abzielt. Er folgt auf den PREDICT Act, der von den Abgeordneten Adrian Smith und Nikki Budzinski eingebracht wurde und sich speziell gegen Insiderhandel im Zusammenhang mit politischen Entscheidungen richtet. Während Plattformen wie Kalshi und Polymarket zuletzt versucht haben, ihre internen Regeln zu verschärfen, streben Bundespolitiker verstärkt nach einem formalen gesetzlichen Rahmen, um legitime Wetten von verbotener finanzieller Ausbeutung zu trennen.

Wie reagiert der Markt?

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