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Vereinigte Staaten·Regulierung

27. März 2026 um 00:13

David Sacks: Vom Krypto-Zar zum Tech-Berater im Weißen Haus

David Sacks: Vom Krypto-Zar zum Tech-Berater im Weißen Haus
Quick Take
  • David Sacks verlässt seinen Posten als Krypto- und KI-Beauftragter des Weißen Hauses nach einer 130-tägigen Amtszeit.
  • Er wechselt in eine umfassendere Rolle als Co-Vorsitzender des Beraterstabs des Präsidenten für Wissenschaft und Technologie (PCAST).
  • Die personelle Veränderung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Krypto-Gesetzgebung im Senat ins Stocken geraten ist.

Wechsel in ein breiteres technologisches Beratungsgremium

David Sacks, der im Dezember 2024 zum ersten Krypto- und KI-Beauftragten („Czar“) des Weißen Hauses ernannt wurde, hat seine Tätigkeit als Sonderangestellter der Regierung beendet. Sacks erklärte gegenüber Bloomberg, dass er in seiner neuen Funktion als Co-Vorsitzender des PCAST nun Empfehlungen zu einem erweiterten Spektrum an Technologiethemen abgeben kann, die über KI hinausgehen, wie etwa Quantencomputing.

Sacks wird das Gremium gemeinsam mit dem leitenden Berater Michael Kratsios leiten. Der Rat, der im Januar 2025 per Dekret ins Leben gerufen wurde, umfasst namhafte Branchengrößen:

  • Marc Andreessen (Risikokapitalgeber)
  • Fred Ehrsam (Coinbase-Mitbegründer)
  • Larry Ellison (Oracle CTO)
  • Mark Zuckerberg (Meta CEO)

Vor seinem Amtsantritt in der Trump-Administration hatte Sacks nach eigenen Angaben alle seine persönlichen Krypto-Bestände verkauft, um Interessenkonflikte zu vermeiden.

Hürden für die Krypto-Gesetzgebung in Washington

Der Rückzug von Sacks aus seiner spezialisierten Rolle fällt in eine Phase politischer Unsicherheit bezüglich der Regulierung digitaler Vermögenswerte. Während das Repräsentantenhaus im vergangenen Jahr den Clarity Act mit parteiübergreifender Unterstützung verabschiedete, kommt der Prozess im Senat nur mühsam voran.

Obwohl der Landwirtschaftsausschuss des Senats im Januar eine eigene Version des Gesetzes vorangetrieben hat, stagniert der Fortschritt im Bankenausschuss des Senats. Streitpunkte sind vor allem die regulatorische Behandlung von Stablecoin-Belohnungen. Die geplante Gesetzgebung sieht vor, die Aufsicht zwischen der SEC und der CFTC aufzuteilen.

Reaktionen aus der Industrie und Handlungsdruck

In der Krypto-Branche wird derzeit intensiv über die Dringlichkeit neuer Gesetze debattiert. Peter Van Valkenburgh, Exekutivdirektor von Coin Center, warnte in einem Blogbeitrag davor, den aktuellen politischen Spielraum ungenutzt zu lassen.

Er betonte, dass die Branche Gefahr laufe, ihren Weg zu verlieren, wenn sie kurzfristige Gewinne oder das wohlwollende Ermessen der aktuellen Regierung über eine langfristige gesetzliche Klarheit stelle. Es sei entscheidend, sich jetzt gegen technologiefeindliche Strömungen durchzusetzen.

Wie reagiert der Markt?

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