26. März 2026 um 22:21
US-Abgeordnete Waters hinterfragt Krakens Fed-Kontozugang

- Die US-Abgeordnete Maxine Waters hinterfragt offiziell das von der Federal Reserve Bank of Kansas City gewährte „Limited Purpose“-Masterkonto für die Kryptobörse Kraken.
- Im Fokus stehen potenzielle Risiken für den Verbraucherschutz und die unklare Rechtsgrundlage für diesen speziellen Kontotyp in den aktuellen Richtlinien.
- Kraken ist das erste Krypto-Unternehmen, das direkten Zugang zu den Zahlungsdiensten der Federal Reserve erhält, was bisher traditionellen Finanzinstituten vorbehalten war.
Parlamentarische Aufsicht und Bedenken
Maxine Waters, die führende Demokratin im Finanzausschuss des Repräsentantenhauses, wandte sich am Donnerstag in einem Brief an den Präsidenten der Kansas City Fed, Jeff Schmid. Waters äußerte Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Genehmigung für das „Limited Purpose Account“. Sie wies darauf hin, dass weder gesetzliche Vorschriften noch die Richtlinien des Federal Reserve Board einen solchen Kontotyp definieren oder vorsehen.
Waters forderte eine detaillierte Klarstellung der Genehmigungsbedingungen sowie Informationen über den Entscheidungsprozess der Regionalbank. Da die Wettplattform Polymarket die Wahrscheinlichkeit für eine demokratische Mehrheit im Repräsentantenhaus nach den Wahlen auf 84 % schätzt, könnte Waters bald wieder den Vorsitz des Ausschusses übernehmen und ihre Aufsichtsbefugnisse ausweiten.
Bedeutung des Netzzugangs für Kraken
Das neue Konto ermöglicht Kraken den direkten Zugriff auf dieselben Zahlungssysteme, die auch von großen Teilen des traditionellen Finanzsektors genutzt werden. Zahlreiche andere Krypto-Unternehmen bemühen sich seit Langem um diesen Zugang, warten jedoch weiterhin auf Genehmigungen. Währenddessen arbeitet das Federal Reserve Board in Washington noch an allgemeinen Regeln für eingeschränkte Masterkonten für Krypto-Firmen.
Jeff Schmid hatte die Entscheidung zuvor damit begründet, dass man ein faires Wettbewerbsumfeld fördern und die Stabilität des Zahlungssystems der Federal Reserve stärken wolle. Die Genehmigung gilt als Meilenstein, da sie die Grenze zwischen Krypto-Wirtschaft und Zentralbankwesen weiter aufweicht.
Reaktionen und Marktumfeld
Ein Sprecher der Kansas City Fed bestätigte den Erhalt des Briefes von Waters und kündigte eine Prüfung an. Diese Entwicklung folgt auf den Abschluss eines Rechtsstreits zwischen der Custodia Bank und der Federal Reserve, bei dem es ebenfalls um den Zugang zu Masterkonten ging. Die aktuelle Untersuchung könnte weitreichende Folgen dafür haben, wie andere Krypto-Börsen künftig von den regionalen Fed-Banken behandelt werden.
Wie reagiert der Markt?
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