26. März 2026 um 20:45
Japan warnt KuCoin vor nicht lizenzierten OTC-Derivaten

- Die japanische Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) hat KuCoin und drei weitere Plattformen offiziell verwarnt, da diese ohne die erforderliche Registrierung tätig sind.
- Die Aufsichtsbehörde hob insbesondere hervor, dass KuCoin japanischen Einwohnern den Handel mit außerbörslichen (OTC) Derivaten angeboten hat.
- Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer Verschärfung des japanischen Rechtsrahmens durch das Gesetz über Finanzinstrumente und Börsen.
Regulatorische Überprüfung unregistrierter Plattformen
In einer Aktualisierung vom Donnerstag hat die japanische FSA die Plattformen KuCoin, NeonFX, theoption und GTCFX auf die Liste der Unternehmen gesetzt, die Finanzgeschäfte ohne Registrierung betreiben. Laut der Behörde haben diese Anbieter über das Internet für den Handel mit OTC-Derivaten geworben. Während die anderen Plattformen eine internationale Nutzerbasis haben, wurde KuCoin mit Sitz auf den Seychellen explizit als Dienstleister für japanische Kunden identifiziert.
Wiederholte Verstöße gegen Compliance-Vorgaben
Es ist nicht das erste Mal, dass KuCoin ins Visier der japanischen Regulierungsbehörden gerät. Bereits im November 2024 sprach die FSA eine ähnliche Warnung gegenüber der Börse und anderen Anbietern wie Bybit aus. Im Februar 2025 verschärfte die Behörde ihr Vorgehen und forderte Apple und Google auf, den Download der KuCoin-App in Japan zu unterbinden.
Marktkontext und Gesetzesreform
Japan verzeichnet eine hohe Dichte an Krypto-Nutzern. Die FSA meldete im Februar 2025 mehr als 12 Millionen Konten bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 123 Millionen. Im Global Crypto Adoption Index 2025 von Chainalysis belegte das Land den 19. Platz.
Derzeit bereitet die FSA den Übergang vom Zahlungsdienstegesetz zum strengeren Gesetz über Finanzinstrumente und Börsen vor. Diese Änderung wird:
- Die Meldepflichten für Initial Exchange Offerings (IEOs) und Token-Emittenten deutlich verschärfen.
- Den Regulierungsbehörden umfassendere Befugnisse zur Durchsetzung von Regeln gegen unregistrierte Plattformen verleihen.
- Die allgemeine Marktaufsicht verbessern.
In einem separaten Vorfall, der die Sensibilität des Marktes unterstreicht, dementierte Premierministerin Sanae Takaichi (im Amt seit Oktober 2025) Anfang des Monats jegliche Verbindung zum sogenannten Sanae-Token. Das Projekt hatte einen Marktwert von rund 28 Millionen US-Dollar erreicht, bevor der Kurs massiv einbrach. Berichten zufolge prüft die FSA eine Untersuchung in diesem Fall.
Wie reagiert der Markt?
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