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Vereinigte Staaten·Regulierung

26. März 2026 um 18:52

CFTC-Chef: Blockchain als Schlüssel zur KI-Verifizierung

CFTC-Chef: Blockchain als Schlüssel zur KI-Verifizierung
Quick Take
  • Michael Selig, Vorsitzender der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC), erklärt, dass die Blockchain-Technologie für die Verifizierung von KI-generierten Inhalten unerlässlich ist.
  • Die Regulierungsbehörde schlägt vor, Onchain-Identifikatoren und Zeitstempel zu verwenden, um zwischen authentischen Medien und synthetischen Inhalten zu unterscheiden.
  • Aktuelle Vorschläge umfassen Proof-of-Personhood-Systeme und kryptografische Werkzeuge, um die digitale Rechenschaftspflicht auf den Finanzmärkten zu gewährleisten.

Blockchain als Verifizierungsebene

In einem aktuellen Auftritt im The Pomp Podcast erörterte der CFTC-Vorsitzende Michael Selig mit dem Gastgeber Anthony Pompliano die Schnittmenge zwischen künstlicher Intelligenz und der Distributed-Ledger-Technologie. Selig argumentierte, dass die Blockchain eine notwendige Infrastruktur für KI bietet und erklärte, dass beide Technologien tief voneinander abhängig sind. Da die Besorgnis über Fehlinformationen und Deepfakes wächst, hob Selig hervor, wie Onchain-Zeitstempel als definitiver Nachweis dienen können, um zu verifizieren, wann und wie Inhalte erstellt wurden.

Er betonte, dass der Fokus der Regulierungsbehörden darauf liegt, die Führungsrolle der Vereinigten Staaten im Kryptosektor zu behaupten. Laut Selig ist die Fähigkeit, die Herkunft digitaler Medien zurückzuverfolgen, ein entscheidender Schritt zur Minderung der Risiken, die von synthetischen Inhalten auf den Finanzmärkten ausgehen.

Regulierung autonomer Agenten

Da der autonome Handel immer mehr an Bedeutung gewinnt, prüft die CFTC, wie zwischen einfachen automatisierten Werkzeugen und vollständig autonomen KI-Agenten unterschieden werden kann. Selig sprach sich für einen zurückhaltenden Regulierungsansatz aus und schlug vor, dass sich die Durchsetzungsmaßnahmen eher auf die menschlichen Teilnehmer oder Einheiten konzentrieren sollten, die an Finanzaktivitäten beteiligt sind, als auf die Technologie selbst. Die Behörde bewertet derzeit, wie verschiedene KI-Modelle in Marktstrukturen integriert werden, um sicherzustellen, dass sie die Marktintegrität nicht gefährden.

Branchenlösungen zur Identitätsprüfung

Die Branche entwickelt bereits Instrumente, um die durch KI entstehenden Identitätsprobleme anzugehen. Das World-Projekt von Sam Altman hat das World ID-Protokoll eingeführt, das verschlüsselte biometrische Daten verwendet, um die Menschlichkeit einer Person nachzuweisen, ohne die Privatsphäre zu verletzen. Kürzlich veröffentlichte World AgentKit, ein Toolkit, das KI-Agenten über das von Coinbase und Cloudflare entwickelte x402-Mikrozahlungsprotokoll mit verifizierten Menschen verknüpft.

Zusätzlich zu diesen Initiativen des Privatsektors hat Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin die Verwendung von Zero-Knowledge-Proofs und kryptografischen Zeitstempeln vorgeschlagen. Diese Methoden würden die Validierung der Inhaltsverteilung ermöglichen, während sensible Daten privat bleiben, wodurch die Lücke zwischen Blockchain-Sicherheit und KI-Nutzen weiter geschlossen wird.

Nationaler Rahmen für Innovation

Diese Regulierungsdiskussionen fallen mit dem verstärkten Streben nach einer einheitlichen Bundesstrategie in den USA zusammen. Am 20. März veröffentlichte die Trump-Administration einen nationalen Rahmen für KI und warnte davor, dass ein Flickenteppich aus bundesstaatlichen Gesetzen die Innovation behindern könnte. Die Regierung fordert einen kohärenten föderalen Ansatz, um sicherzustellen, dass die USA im globalen Wettbewerb um die Entwicklung von KI und Blockchain wettbewerbsfähig bleiben.

Wie reagiert der Markt?

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