
26. März 2026 um 09:33
MicroStrategy dominiert BTC-Käufe, Unternehmensnachfrage sinkt

- Strategy hat in den letzten 30 Tagen rund 45.000 BTC gekauft, was das schnellste Akkumulationstempo seit April 2025 darstellt.
- Die Bitcoin-Käufe aller anderen Unternehmenskassen brachen um 99 % ein – von einem Höchststand von 69.000 BTC im August letzten Jahres auf nur noch 1.000 BTC.
- Das Unternehmen von Michael Saylor hält nun etwa 76 % aller Bitcoins, die sich im Besitz von Unternehmenskassen befinden, was ein erhebliches Konzentrationsrisiko darstellt.
Dominanz eines einzelnen Akteurs
Der Markt für Bitcoin-Käufe durch Unternehmen hat sich massiv verengt. Was ursprünglich als breite institutionelle Basis für den digitalen Vermögenswert geplant war, hat sich zu einem Risiko durch extreme Konzentration entwickelt. Laut einem Bericht von CryptoQuant hat Strategy seine Bestände in einem Tempo aufgestockt, wie es seit Monaten nicht mehr zu beobachten war, während andere Marktteilnehmer fast vollständig verschwunden sind.
In der Hochphase des Trends machten andere Unternehmen 95 % der Käufe aus. Dieser Anteil ist nun auf mickrige 2 % zusammengeschrumpft. Dies verdeutlicht, dass die Nachfrage nach Bitcoin im Unternehmenssektor fast ausschließlich von einer einzigen Bilanz abhängt.
Das Scheitern des Flywheel-Modells
Die aktuelle Entwicklung bestätigt die Warnungen von Galaxy Digital aus dem letzten Sommer. Das Modell der Digital Asset Treasury Companies (DATCO) basiert darauf, dass die Aktienkurse der Unternehmen mit einem Aufschlag (Premium) auf ihre Bitcoin-Bestände gehandelt werden. Sobald dieser Aufschlag schwindet, kehrt sich der positive Effekt um.
Die Marktdaten zeichnen ein deutliches Bild:
- Während der Hochphase im Sommer 2025 notierte Bitcoin über 110.000 $.
- Aktuell liegt der Preis unter 70.000 $, da sich der Markt nur langsam vom Absturz am 10. Oktober erholt.
- Unternehmen wie Metaplanet und Nakamoto Holdings haben Durchschnittskosten von über 107.000 $ pro Bitcoin und liegen damit deutlich im Minus.
Defensive Strategien und Marktausblick
Um sich gegen die Volatilität abzusichern, gab Strategy im Dezember eine Cash-Reserve von 1,44 Milliarden $ bekannt. Ziel ist es, damit Zins- und Dividendenverpflichtungen für 24 Monate zu decken. Trotz dieser defensiven Haltung setzt das Unternehmen seine Bitcoin-Käufe unvermindert fort.
Das Ergebnis ist ein Nachfrageprofil, das weit weniger diversifiziert ist als erhofft. Auf der Bitcoin Asia in Hongkong im letzten Jahr präsentierten sich Treasury-Firmen noch als neue, skalierbare Käuferschicht. Heute ist von dieser Vision nur noch ein einziges Unternehmen übrig geblieben, das den Markt dominiert.
Wie reagiert der Markt?
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