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26. März 2026 um 05:52

Nic Carter: Bitcoins Quanten-Rückstand ist ein Plus für Ethereum

Nic Carter: Bitcoins Quanten-Rückstand ist ein Plus für Ethereum
Quick Take
  • Nic Carter warnt davor, dass Bitcoin der Quantenresistenz Priorität einräumen muss, um im Vergleich zu Ethereum nicht in die Bedeutungslosigkeit abzugleiten.
  • Ethereum hat bereits eine Post-Quanten-Roadmap mit dem Zieljahr 2029 erstellt.
  • Untersuchungen von ARK Invest zeigen, dass etwa ein Drittel aller Bitcoins derzeit anfällig für Quantenangriffe sind.

Die wachsende Bedrohung durch Quantencomputing

Nic Carter, Mitbegründer von Castle Island Ventures, erklärte kürzlich, dass die Elliptische-Kurven-Kryptographie (ECC) – die mathematische Grundlage für die Sicherheit von Bitcoin – das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Er prognostiziert, dass Quantencomputer innerhalb der nächsten 3 bis 10 Jahre in der Lage sein werden, aktuelle Verschlüsselungsstandards zu knacken. Laut Carter müssen die fest im Bitcoin-Code verankerten kryptografischen Grundlagen „komplett neu überdacht“ werden, um diesen Übergang zu überstehen. Während einige in der Community argumentieren, dass Eingriffe gegen die Kernprinzipien verstoßen würden, sehen andere die Umstellung auf Post-Quanten-Sicherheit als existenzielle Notwendigkeit.

Entwicklungsstrategien im Vergleich: Bitcoin vs. Ethereum

Die Debatte verdeutlicht eine wachsende Kluft zwischen den Entwicklungsphilosophien der beiden größten Kryptowährungen. Carter kritisierte die Bitcoin Core-Entwickler scharf für ihren „schlechtesten Ansatz der Branche“. Er warf ihnen vor, Community-Feedback zu ignorieren und bei Vorschlägen wie BIP-360 den Kopf in den Sand zu stecken. Im Gegensatz dazu hat Ethereum die Quantensicherheit zu einer „obersten strategischen Priorität“ erklärt. Mitbegründer Vitalik Buterin hat bereits eine umfassende Roadmap zur Aktualisierung von Validator-Signaturen, Datenspeicherung und Kontostrukturen vorgelegt, um die Sicherheit bis 2029 zu gewährleisten.

Druck aus der Industrie und Sicherheitslücken

Die Dringlichkeit der Lage wird durch breitere Technologietrends unterstrichen. Auch Google hat vor Kurzem die Frist für die eigene Migration zu Post-Quanten-Kryptografie auf 2029 festgelegt und gewarnt, dass bestehende digitale Signaturen erheblichen Risiken ausgesetzt sind. Innerhalb des Bitcoin-Ökosystems nimmt der Druck zu, da immer mehr Daten über potenzielle Verluste bekannt werden.

  • ARK Invest berichtete am 11. März, dass etwa 33 % des gesamten BTC-Bestands durch die Quantenbedrohung gefährdet sind.
  • Ethan Heilman, Mitautor von BIP-360, wies darauf hin, dass dieser Vorschlag mehr Kommentare erhalten hat als jeder andere Bitcoin-Verbesserungsvorschlag in der Geschichte.
  • Ethereum setzt ein dediziertes Sicherheitsteam ein, um den Übergang zu steuern und eine vollständige Resistenz innerhalb von fünf Jahren zu erreichen.

Wie reagiert der Markt?

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