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Vereinigte Staaten·Regulierung

26. März 2026 um 03:02

Coinbase lehnt neuen Clarity Act wegen Stablecoin-Renditestopp ab

Coinbase lehnt neuen Clarity Act wegen Stablecoin-Renditestopp ab
Quick Take
  • Coinbase hat sich offiziell gegen den neuesten Entwurf des Clarity Act ausgesprochen und kritisiert insbesondere die Bestimmungen zur Einschränkung von Stablecoin-Renditen.
  • Die vorgeschlagene Gesetzgebung zielt darauf ab, Krypto-Börsen die Zahlung von Belohnungen auf Stablecoin-Guthaben zu untersagen, um traditionelle Bankeinlagen zu schützen.
  • Für die Börse steht finanziell viel auf dem Spiel, da sie für das Jahr 2025 Einnahmen in Höhe von 1,35 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit Stablecoins gemeldet hat.

Fortgesetzter Widerstand gegen Gesetzesvorschläge

Coinbase, die führende Kryptowährungsbörse in den USA, hat erneut ihre Unterstützung für die aktualisierte Fassung des Clarity Act verweigert. Berichten von Anfang dieser Woche zufolge teilte das Unternehmen dem Senat mit, dass es den aktuellen Text aufgrund erheblicher Bedenken hinsichtlich der Stablecoin-Belohnungen nicht unterstützen könne. Diese neueste Version des Gesetzentwurfs enthält einen Kompromiss, der die Befürchtungen des Bankensektors zerstreuen soll, dass Stablecoin-Renditen Gelder von traditionellen Finanzinstituten abziehen könnten.

Der Widerstand gegen den Entwurf wurde Berichten zufolge durch Bestimmungen ausgelöst, die von den Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks angeführt wurden. Dieser überparteiliche Vorschlag würde es Krypto-Börsen verbieten, Belohnungen an Nutzer zu zahlen, die Stablecoin-Guthaben halten. Darüber hinaus sollen Anreizstrukturen durch die Einschränkung des Zugangs zu Transaktionsgrößendaten begrenzt werden, was die Berechnung solcher Belohnungen für Plattformen erheblich erschweren würde.

Der Streit um Stablecoin-Renditen

Im Mittelpunkt der Debatte steht der Wettbewerb zwischen traditionellen Banken und der wachsenden Krypto-Industrie. Banken haben massiv gegen die Zulassung von Renditen auf ungenutzte Stablecoin-Bestände lobbyiert. Sie argumentieren, dass diese Anreize ihre Einlagenbasis gefährden – Gelder, auf die sie angewiesen sind, um Kredite für die Gesamtwirtschaft zu vergeben. Umgekehrt argumentiert der Krypto-Sektor, dass Stablecoin-Belohnungen den Verbrauchern die notwendige finanzielle Flexibilität bieten und neue Einnahmequellen für verschiedene Institutionen schaffen.

Obwohl das Weiße Haus mehrere Sitzungen hinter verschlossenen Türen abhielt, um eine Einigung zwischen den beiden Branchen zu erzielen, steht eine Lösung noch aus. Dies ist das zweite Mal, dass Coinbase seine Unterstützung für das Gesetz zurückzieht; CEO Brian Armstrong hatte die Gesetzgebung bereits im Januar kritisiert und der Bankenlobby vorgeworfen, den Wettbewerb ersticken zu wollen.

Finanzielle Auswirkungen und Marktreaktion

Für Coinbase ist der Ausgang der Regulierung direkt mit dem Unternehmensergebnis verknüpft. Die Börse meldete für 2025 Einnahmen aus Stablecoins in Höhe von 1,35 Milliarden US-Dollar, wovon ein Großteil aus der Umsatzbeteiligung mit Circle in Bezug auf den USDC stammt. Neue Beschränkungen für diese Belohnungen könnten eine Haupteinnahmequelle des Unternehmens gefährden.

Die Marktperformance spiegelt die anhaltende Unsicherheit wider:

  • Die Aktien von Coinbase (COIN) schlossen am Mittwoch bei 181,10 US-Dollar, was einem minimalen Plus von 0,03 % entspricht.
  • Die Aktie verzeichnete in den letzten fünf Tagen einen Rückgang von 7,4 % und in den letzten sechs Monaten ein Minus von 41 %.
  • Auch die Anteile von Circle fielen in den letzten Handelstagen stark, wobei Analysten den legislativen Stillstand als Hauptgrund nannten.

Während Senatorin Cynthia Lummis betonte, dass ein überparteilicher Kompromiss für die Verabschiedung des Gesetzes unerlässlich sei, bleibt die Branche hinsichtlich der endgültigen Bedingungen des Entwurfs in Alarmbereitschaft.

Wie reagiert der Markt?

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