25. März 2026 um 23:22
US-Stablecoin-Gesetz: Krypto-Branche uneinig über Kompromiss

- Coinbase hat sich privat unzufrieden über einen aktuellen Kompromiss zum Clarity Act geäußert, insbesondere im Hinblick auf Einschränkungen bei Stablecoin-Belohnungen.
- Die vorgeschlagene Gesetzgebung könnte die Fähigkeit von Unternehmen einschränken, Belohnungen basierend auf dem Transaktionsvolumen von Stablecoins anzubieten, was Produkte ähnlich herkömmlichen Kreditkarten-Belohnungen beeinträchtigen würde.
- Die Aktien von Circle fielen am Dienstag um 20 %, nachdem Berichte über die Spaltung der Branche und eine potenzielle Verschärfung der Regulierung bekannt wurden.
Interne Spaltung der Branche
Die jüngsten Verhandlungen über den Clarity Act haben einen tiefen Graben innerhalb des Kryptosektors offenbart. Während einige Branchenteilnehmer berichteten, von dem jüngsten Gesetzesentwurf, der am Montag in privaten Treffen gezeigt wurde, angenehm überrascht zu sein, signalisierte Coinbase Unzufriedenheit mit der aktuellen Richtung. Trotz dieser internen Bedenken hat das Unternehmen bisher keinen formellen öffentlichen Widerstand gegen den Kompromiss erklärt.
Die Reibungspunkte konzentrieren sich darauf, wie der Gesetzentwurf digitale Vermögenswerte in das breitere US-Finanzsystem integriert. Während einige Firmen rechtliche Anerkennung und regulatorische Klarheit priorisieren, sind andere, angeführt von Coinbase-CEO Brian Armstrong, misstrauisch gegenüber Bestimmungen, die bestehende Geschäftsmodelle ersticken könnten. Armstrong war bereits zuvor eine entscheidende Figur in diesen Verhandlungen und beeinflusste die Verschiebung früherer Senatsanhörungen aufgrund ähnlicher Unstimmigkeiten über Renditen.
Aufsichtsbehörden und Belohnungsprogramme
Der vorgeschlagene Rahmen würde den Regulierungsbehörden die Befugnis übertragen, spezifische Regeln für Stablecoin-bezogene Belohnungen festzulegen. Interessenvertreter sind besorgt, dass diese Behörden subjektive Kriterien anstelle neutraler Standards einführen könnten, um zulässige Aktivitäten zu steuern.
Zu den wichtigsten Sorgen gehören:
- Potenzielle Einschränkungen bei der Verknüpfung von Belohnungen mit dem Transaktionsvolumen in einem Stablecoin-Konto.
- Die Forderung nach einer neutralen Regelsetzung, um sicherzustellen, dass verschiedene Arten von Belohnungsprogrammen fair behandelt werden.
- Eine Gesetzessprache, die Stablecoin-bezogene Dienstleistungen stärker behindern könnte, als Branchenführer ursprünglich erwartet hatten.
Marktreaktion und offizielle Stellungnahme
Die Unsicherheit um den Clarity Act hat bereits für Volatilität an den Märkten gesorgt. Circle, ein großer Stablecoin-Emittent, verzeichnete am Dienstag einen Kurssturz seiner Aktien um 20 %. Analysten merkten an, dass zwar die legislativen Neuigkeiten eine Rolle spielten, aber auch eine separate Ankündigung von Tether bezüglich eines Audits zum Abwärtstrend von Circle beigetragen haben könnte.
Trotz der Spannungen wies Patrick Witt, der Krypto-Berater des Weißen Hauses, pessimistische Prognosen als uninformiert zurück. In einer Erklärung in den sozialen Medien drückte Witt sein Vertrauen in das Ergebnis aus, beschrieb sich selbst als bullish (optimistisch) und versicherte, dass sich die Situation positiv auflösen werde. Andere Beobachter forderten die Branche auf, Ruhe zu bewahren, da der endgültige Text des Gesetzentwurfs bereits Ende dieser Woche erwartet wird.
Wie reagiert der Markt?
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