USDC
USDC·Regulierung

25. März 2026 um 22:42

ZachXBT: Circle fror 16 Exchange-Wallets unrechtmäßig ein

ZachXBT: Circle fror 16 Exchange-Wallets unrechtmäßig ein
Quick Take
  • Der Stablecoin-Emittent Circle hat Berichten zufolge 16 Hot Wallets eingefroren, die operativen Unternehmen wie Kryptobörsen und Online-Casinos zugeordnet werden.
  • Der On-Chain-Ermittler ZachXBT bezeichnet das Vorgehen als ungerechtfertigt, da es sich offensichtlich um geschäftliche Wallets mit hohem Transaktionsvolumen handelt.
  • Der Vorfall entfacht die Diskussion über die zentrale Kontrolle von Stablecoins und deren Ähnlichkeit zu digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) neu.

Vorwürfe unrechtmäßiger Sperrungen

Der bekannte Sicherheitsforscher ZachXBT wirft Circle, dem Unternehmen hinter dem Stablecoin USDC, vor, 16 Wallets im Zusammenhang mit einem laufenden Zivilverfahren in den USA fälschlicherweise eingefroren zu haben. Die betroffenen Wallets gehören laut dem Ermittler zu Kryptobörsen, Online-Casinos und Devisenhandelsunternehmen, die keinerlei Verbindung zueinander aufweisen. ZachXBT betonte, dass jeder Analyst mit einfachen Mitteln innerhalb von Minuten hätte erkennen können, dass es sich um operative Geschäftskonten handelt, die Tausende von Transaktionen verarbeiten.

Er fügte hinzu, dass die zugrunde liegende Rechtssache unter Verschluss gehalten wird und Circle daher keinerlei Grundlage für das Einfrieren der an den Dollar gekoppelten Token gehabt habe.

Schweigen seitens Circle und rechtlicher Rahmen

Bislang hat Circle nicht auf Anfragen zu den Vorwürfen reagiert. Die Möglichkeit für Emittenten, zentralisierte Stablecoins einzufrieren, steht im direkten Widerspruch zum Kernversprechen von Kryptowährungen als zensurresistente und erlaubnisfreie Vermögenswerte. Kritiker sehen in solchen Maßnahmen eine Bestätigung dafür, dass private Emittenten über ähnliche Überwachungs- und Sperrbefugnisse verfügen wie staatliche Institutionen bei einem CBDC.

Debatte um Stablecoin-Zentralisierung

Der Vorfall hat in der Krypto-Community zu heftiger Kritik geführt. Mehrere Experten warnten vor den Risiken einer Abhängigkeit von zentralisierten Akteuren.

  • Mert Mumtaz, Gründer von Helius, gab zu bedenken, dass zentral ausgegebene Stablecoins den Nutzern nicht wirklich gehören, da sie im Gegensatz zu Bargeld jederzeit gesperrt werden können.
  • Jean Rausis, Mitbegründer von Smardex, erklärte, dass regulatorische Rahmenbedingungen wie das GENIUS-Gesetz die Basis für privat verwaltete CBDCs schaffen.
  • Die ehemalige US-Abgeordnete Marjorie Taylor Greene warnte bereits im Mai 2025, dass regulierte Stablecoins unter dem GENIUS-Gesetz ein „Trojanisches Pferd für CBDCs“ seien, da sie umfassende finanzielle Überwachung ermöglichen.

Wie reagiert der Markt?

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