Vereinigte Staaten
Vereinigte Staaten·Regulierung

25. März 2026 um 18:02

US-Ausschuss debattiert Tokenisierung und Trumps Krypto-Deals

US-Ausschuss debattiert Tokenisierung und Trumps Krypto-Deals
Quick Take
  • Der Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses kam am Mittwoch zusammen, um über die regulatorische Zukunft der Wertpapiertokenisierung zu beraten.
  • Der SEC-Vorsitzende Paul Atkins bereitet einen formellen Regelvorschlag sowie eine „Innovationsbefreiung“ vor, um das Wachstum der Branche zu fördern.
  • Die Demokraten wiesen auf potenzielle Interessenkonflikte hin und merkten an, dass die Familie Trump schätzungsweise 1 Milliarde US-Dollar mit Krypto-Unternehmen verdient hat.

Regulatorischer Rahmen und Aufsicht

Der Finanzausschuss des Repräsentantenhauses tagte, um die Integration der Blockchain-Technologie in das traditionelle Finanzwesen zu erörtern. Dabei wurde die zunehmende Bedeutung tokenisierter Wertpapiere als unvermeidliche Entwicklung eingestuft. Der Ausschussvorsitzende French Hill erklärte, dass sich die Finanzlandschaft zwar im Wandel befinde, die Regierung jedoch die Marktintegrität unabhängig von der gewählten Technologie gewährleisten müsse. Paul Atkins, der Leiter der Securities and Exchange Commission (SEC), signalisierte, dass seine Behörde kurz vor der Veröffentlichung eines formellen Regelvorschlags stehe. Er schlug zudem eine „Innovationsbefreiung“ vor, die es Unternehmen ermöglichen soll, Tokenisierungsplattformen zu testen, ohne sofort mit belastenden Registrierungsanforderungen konfrontiert zu werden.

Institutionelle Akzeptanz und Marktwachstum

Große Finanzinstitute setzen verstärkt auf Tokenisierung, um die Finanzinfrastruktur zu modernisieren. BlackRock-CEO Larry Fink bezeichnete digitale Vermögenswerte kürzlich als eine Möglichkeit, die „Strukturen des Finanzsystems zu aktualisieren“. Bei der Anhörung wurden mehrere bedeutende Branchenentwicklungen hervorgehoben:

  • Invesco hat vor kurzem die Verwaltung des 900 Millionen US-Dollar schweren Superstate-Fonds für tokenisierte US-Staatsanleihen (USTB) übernommen.
  • Franklin Templeton hat eine Tokenisierungs-Partnerschaft mit Ondo Finance geschlossen.
  • Ken Bentsen von der Securities Industry and Financial Markets Association betonte, dass neue Marktteilnehmer denselben regulatorischen Standards unterliegen sollten wie traditionelle Börsenhandelsunternehmen.

Politische Kontroversen und ethische Bedenken

Trotz des parteiübergreifenden Interesses an der Technologie wurde die Anhörung von Bedenken hinsichtlich der politischen Ethik überschattet. Maxine Waters, die ranghöchste Demokratin im Ausschuss, warnte davor, dass Tokenisierung die „Gamifizierung“ des Investierens weiter vorantreiben könnte, wodurch der Handel schneller und ständig verfügbar werde, jedoch mit weniger Schutzmechanismen. Schärfere Kritik gab es an den persönlichen finanziellen Interessen der Familie Trump in diesem Sektor, einschließlich eines Deals zwischen World Liberty Financial Inc. und Securitize zur Tokenisierung von Hoteleinnahmen. Salman Banaei, Chefsyndikus bei Plume, gab zu bedenken, dass diese Verbindungen die Legitimität der kommenden Gesetzgebung zur Marktstruktur infrage stellen könnten.

Wie reagiert der Markt?

60%Long/Short40%

commentCount

commentLogin

commentEmpty

commentEmptySubtitle