
25. März 2026 um 16:07
Binance verschärft Markt-Maker-Regeln und Transparenzvorgaben

- Binance hat strengere Transparenzanforderungen für Token-Emittenten und deren Market-Maker-Partner eingeführt.
- Die neue Richtlinie schreibt die Offenlegung von Rechtsträgern, Identitäten und spezifischen Vertragsbedingungen zwischen Projekten und Liquiditätsanbietern vor.
- Die Börse hat Gewinnbeteiligungs- und Garantierendite-Vereinbarungen offiziell untersagt, um Interessenkonflikte zu vermeiden.
Stärkung der Marktüberwachung
In dem Bemühen, die Transparenz innerhalb des Ökosystems für digitale Vermögenswerte zu erhöhen, hat Binance, die nach Handelsvolumen weltweit größte Kryptowährungsbörse, umfassende Richtlinien für Token-Emittenten veröffentlicht. Diese Regeln verlangen von Projekten, ihre Beziehungen zu Market Makern vollständig offenzulegen. Insbesondere müssen Emittenten nun den gesetzlichen Namen ihrer Liquiditätspartner preisgeben und detaillierte Informationen zu den Verträgen bereitstellen, die ihre Zusammenarbeit regeln.
Laut einem Sprecher von Binance soll die Aktualisierung Projekte dabei unterstützen, eine gründlichere Due Diligence bei ihren Partnern durchzuführen, und gleichzeitig die Nutzer daran erinnern, die Marktbedingungen aufmerksam zu verfolgen. Die Börse betonte ihr Engagement für die Aufrechterhaltung eines fairen und effizienten Marktplatzes, auf dem Fehlverhalten nicht toleriert wird.
Verbotene Finanzvereinbarungen
Ein Kernbestandteil der neuen Vorschriften ist das Verbot bestimmter Finanzstrukturen, welche die Marktintegrität gefährden könnten. Binance hat explizit Gewinnbeteiligungsmodelle und Vereinbarungen über garantierte Renditen zwischen Token-Emittenten und Market Makern verboten. Die Börse stellte fest, dass solche Arrangements häufig Anreize schaffen, die mit den Grundsätzen des fairen Handels kollidieren.
Darüber hinaus befassen sich die Richtlinien mit der Praxis der Token-Leihe. Unter den neuen Regeln gilt:
- Verträge müssen ausdrücklich angeben, wie geliehene Token verwendet werden.
- Es muss Transparenz über alle Aktivitäten gewahrt werden, welche die zirkulierende Menge beeinflussen könnten.
- Von Projekten wird erwartet, dass sie Verhaltensweisen verhindern, die im Widerspruch zu festgelegten Token-Freigabeplänen stehen.
Vorgehen gegen Marktmissbrauch
Die Richtlinienänderung zielt darauf ab, Probleme zu beheben, bei denen Market Maker nicht mehr als neutrale Liquiditätsanbieter agieren, sondern als Verkäufer mit versteckten Motiven auftreten. Binance identifizierte mehrere Warnsignale, darunter einseitigen Handel und Aktivitäten, die das Handelsvolumen künstlich aufblähen, ohne natürliche Preisbewegungen widerzuspiegeln. Solche Praktiken können Privatanlegern schaden, indem sie ein falsches Gefühl von Liquidität oder Preisstabilität erzeugen.
Um diese Standards durchzusetzen, warnte Binance, dass man schnelle und entscheidende Maßnahmen gegen alle Parteien ergreifen werde, die gegen die Regeln verstoßen. Diese Durchsetzung umfasst die Möglichkeit, Market Maker auf eine Blacklist der Plattform zu setzen. Obwohl die Börse nicht bestätigt hat, ob sie die Namen der auf der Blacklist stehenden Unternehmen veröffentlichen wird, signalisiert dieser Schritt ein deutliches Durchgreifen gegen die undurchsichtige Seite der Kryptomarktoperationen.
Wie reagiert der Markt?
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