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25. März 2026 um 10:54

Gold mit Rekord-Pechsträhne – Bitcoin glänzt als Alternative

Quick Take
  • Gold verzeichnet die längste Verlustserie seit über 100 Jahren mit 10 aufeinanderfolgenden Tagen im Minus.
  • Bitcoin hält sich weiterhin über 70.000 US-Dollar, wodurch das Bitcoin-Gold-Verhältnis auf fast 16 Unzen gestiegen ist.
  • Signifikante Unterschiede bei den ETF-Flüssen zeigen Abflüsse in Milliardenhöhe bei Goldfonds, während Bitcoin-ETFs diesen Monat 2,5 Milliarden US-Dollar an Neukapital anlockten.

Historische Verlustserie bei Gold und wichtige Unterstützungsmarken

Laut Bloomberg-Analystin Katie Greifeld erlebt Gold derzeit den längsten Abwärtstrend seit Februar 1920. Das Edelmetall verlor bis zu 27 % gegenüber seinem im Januar erreichten Allzeithoch und fiel auf einen Tiefstand von 4.090 US-Dollar. Auf diesem Niveau fand Gold Unterstützung an seiner 200-Tage-Linie, einem technischen Indikator, der häufig zur Bestimmung der langfristigen Trendstärke herangezogen wird.

Obwohl Gold in den letzten 24 Stunden um etwa 2 % zulegen konnte, was das Ende der Pechsträhne markieren dürfte, liegt der Vermögenswert seit der Eskalation des Nahost-Konflikts Ende Februar immer noch rund 12 % im Minus. Diese Erholung wird von Marktbeobachtern genau verfolgt, während das Metall versucht, seinen früheren Schwung wiederzufinden.

Bitcoin-Performance und das steigende Gold-Verhältnis

Während Gold unter Verkaufsdruck geriet, konnte Bitcoin seine Position über der Marke von 70.000 US-Dollar behaupten. Diese Preisentwicklung hat das Bitcoin-Gold-Verhältnis – ein Maß dafür, wie viele Unzen Gold benötigt werden, um einen Bitcoin zu kaufen – auf knapp unter 16 Unzen getrieben. Dies entspricht einem Anstieg von rund 30 % gegenüber dem Tiefstand von 12 Unzen, der kurz vor Beginn des Nahost-Konflikts verzeichnet wurde.

Charlie Morris, Chief Investment Officer bei ByteTree, hob das historische Wachstum dieses Verhältnisses hervor. Er stellte fest, dass Bitcoin seit dem erstmaligen Erreichen der Parität mit einer Unze Gold im März 2017 in den Marktzyklen konsequent höhere Tiefststände markiert hat:

  • 2,7 Unzen im Jahr 2019
  • 3,4 Unzen während des Pandemie-Crashs 2020
  • 9,1 Unzen nach dem FTX-Zusammenbruch
  • 12,4 Unzen im Februar dieses Jahres

Morris prognostiziert, dass das Verhältnis in den kommenden Monaten oder Jahren ein neues Allzeithoch von über 40 Unzen anvisieren könnte, da Gold Anzeichen von Erschöpfung zeigt.

Kapitalverschiebung und ETF-Dynamik

Marktanalysten beobachten eine deutliche Entkopplung der beiden Anlageklassen. Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas argumentiert, dass Gold und Bitcoin nicht invers korreliert sind, sondern weitgehend unkorreliert agieren. Aktuelle Daten stützen dies: Große Gold-ETFs wie der SPDR Gold Trust (GLD) und der iShares Gold Trust (IAU) verzeichneten in der vergangenen Woche Abflüsse in Milliardenhöhe.

Im Gegensatz dazu verzeichneten Bitcoin-ETFs allein in diesem Monat Zuflüsse in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar. Obwohl Bitcoin über einen längeren Zeitraum rund 20 % im Minus lag, belaufen sich die Nettoabflüsse für das laufende Jahr auf lediglich 140 Millionen US-Dollar. Dies deutet darauf hin, dass Gold zwar traditionell Marktzyklen mit ersten Rallyes anführt, Bitcoin jedoch in Konsolidierungsphasen zunehmend das Interesse der Investoren auf sich zieht.

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