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25. März 2026 um 08:52

Indisches Gericht weist Betrugsvorwürfe gegen CoinDCX-Gründer ab

Indisches Gericht weist Betrugsvorwürfe gegen CoinDCX-Gründer ab
Quick Take
  • Ein Amtsgericht in Thane, Indien, hat entschieden, dass kein Anscheinsbeweis gegen die CoinDCX-Mitbegründer Sumit Surendra Gupta und Niraj Ashok Khandelwal vorliegt.
  • In dem Fall ging es um einen mutmaßlichen Betrug in Höhe von 7,1 Millionen Indischen Rupien (75.000 $), der über eine täuschend echte Website namens coindcx.pro begangen wurde.
  • Das Gericht gewährte beiden Gründern am 23. März Kaution, nachdem festgestellt wurde, dass der Informant von einem Dritten getäuscht wurde, der sich als die Börse ausgab.

Gerichtliches Urteil und Kautionsbedingungen

Ein indisches Amtsgericht hat den Mitbegründern der Kryptobörse CoinDCX Kaution gewährt und festgestellt, dass keine anfänglichen Beweise vorliegen, die den Vorwurf des Betrugs gegen sie stützen. Die Gründer, Sumit Surendra Gupta und Niraj Ashok Khandelwal, waren nach der Beschwerde eines Investors übers Wochenende zur Vernehmung in Gewahrsam genommen worden. In einem Gerichtsbeschluss vom 23. März erklärte der Richter jedoch, dass die Führungskräfte Anspruch auf Kaution hätten, da selbst bei einer vorläufigen Prüfung der Beweise kein Fall gegen sie begründet werden konnte.

Jeder Gründer wurde gegen eine Kaution von 50.000 Indischen Rupien (ca. 530 $) freigelassen. Eine Bedingung für ihre Freilassung ist, dass sie weiterhin mit den laufenden Ermittlungen und dem Gerichtsverfahren kooperieren müssen.

Details zum Identitätsbetrug

Die Ermittlungen konzentrierten sich auf eine betrügerische Plattform unter der Domain coindcx.pro, die der legitimen indischen Börse nachempfunden war. Der Informant in dem Fall gab vor Gericht zu, dass die Gründer nicht die Personen waren, die er in einem Café in Kausa Mumbra getroffen hatte, wo das betrügerische Geschäft abgeschlossen wurde. Stattdessen reichte der Informant eine eidesstattliche Erklärung ein, in der er eine andere Person namens Rana als den für die Täuschung Verantwortlichen identifizierte.

Wichtige Fakten zur Beilegung des Falls:

  • Der Hauptbeschuldigte, Rana, hat den betrogenen Betrag von 7,1 Millionen INR bereits an das Opfer zurückgezahlt.
  • Die Angelegenheit wurde zwischen dem Opfer und dem Haupttäter als „einvernehmlich beigelegt“ eingestuft.
  • Das Gericht stellte fest, dass der ermittelnde Beamte keine Einwände gegen die Freilassung der CoinDCX-Gründer hatte.

Reaktion des Unternehmens und Marktkontext

Nach der Gerichtsentscheidung veröffentlichte CoinDCX am 24. März eine Erklärung, in der klargestellt wurde, dass es sich bei dem Vorfall um einen eindeutigen Fall von Identitätsdiebstahl durch Dritte handelte. Das Unternehmen betonte, dass die Website coindcx.pro in keiner Verbindung zu ihrem offiziellen Betrieb steht. Die Börse ordnete diesen Vorfall in einen breiteren Trend zunehmender Phishing- und Identitätsbetrugsfälle ein, die auf bekannte Marken im indischen Finanz- und Kryptosektor abzielen. Das Unternehmen forderte seine Nutzer auf, alle Domains zu überprüfen und nur über offizielle, verifizierte Social-Media-Profile und Plattformen zu kommunizieren.

Wie reagiert der Markt?

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