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24. März 2026 um 19:34

BNY Mellon CEO: Großbanken sind die Brücke zur Krypto-Zukunft

BNY Mellon CEO: Großbanken sind die Brücke zur Krypto-Zukunft
Quick Take
  • BNY Mellon CEO Robin Vince betont, dass große Finanzinstitute als primäre Brücke für die allgemeine Akzeptanz von Kryptowährungen dienen werden.
  • Die Bank konzentriert sich auf die Tokenisierung, insbesondere auf die Erstellung digitaler Token für Geldmarktfonds und die Behebung von Ineffizienzen im Kredit- und Immobilienmarkt.
  • Fortschritte in diesem Sektor werden voraussichtlich eine Reise von 5 bis 15 Jahren sein, die von regulatorischer Klarheit und technologischem Fortschritt abhängt.

Die Brücke zwischen traditionellem und digitalem Finanzwesen

Während des Digital Asset Summit in New York am Dienstag hob Robin Vince, CEO von BNY Mellon, die wesentliche Rolle etablierter Banken bei der Entwicklung digitaler Vermögenswerte hervor. Vince argumentierte, dass traditionelle Banken nicht durch dezentralisierte Finanzlösungen ersetzt werden, sondern einzigartig positioniert sind, um neue Technologien mit dem bestehenden Finanzsystem zu verbinden. Als einer der ersten großen Custodians, der die Verwahrung digitaler Vermögenswerte anbot, sieht BNY Mellon diesen Schritt als Teil einer langen Tradition technologischer Innovation.

Vince wies die Vorstellung zurück, dass Krypto etablierte Akteure umgehen würde, und bezeichnete die Bank als Adoptionsvehikel für ihre umfassende Infrastruktur und ihren Kundenstamm. Er stellte fest, dass Anbieter digitaler Vermögenswerte traditionelle Institutionen als stabiles Tor zum breiteren Markt über bestehende Dienstleistungen und Rahmenbedingungen betrachten.

Fokus auf Tokenisierung und Effizienz

Ein zentrales Thema in Vinces Ausblick ist die Tokenisierung traditioneller Finanzprodukte. BNY Mellon hat bereits damit begonnen, digitale Token und neue Anteilsklassen für Geldmarktfonds zu entwickeln, um eine breitere institutionelle Beteiligung zu fördern. Vince identifizierte Sektoren, in denen aktuelle Systeme veraltet sind – insbesondere bezeichnete er den Kredit- und Immobilienmarkt als „schwerfällig“ –, als die Bereiche, die in naher Zukunft am meisten von der Tokenisierung profitieren könnten.

Durch die Erstellung digitaler Versionen dieser Vermögenswerte will die Bank Transaktionen rationalisieren und die Liquidität in Märkten verbessern, die in der Vergangenheit unter langsamen und komplexen administrativen Anforderungen gelitten haben.

Regulatorische Herausforderungen und langfristiger Horizont

Trotz des Wachstumspotenzials betonte Vince, dass der „Wilde Westen“-Charakter des aktuellen Krypto-Umfelds 90 % der Finanzdienstleistungsgemeinschaft abschreckt. Damit die institutionelle Beteiligung skalieren kann, werden dringend klare Verkehrsregeln benötigt. Diese Einschätzung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem US-Gesetzgeber komplexe Gesetze ausarbeiten. Während der auf Stablecoins fokussierte GENIUS Act verabschiedet wurde, ist der Digital Asset Market Clarity Act noch im Fluss.

Jüngste Aktualisierungen des Entwurfs zum Digital Asset Market Clarity Act wurden von Brancheninsidern kritisch geprüft. Zu den wichtigsten Streitpunkten gehören:

  • Beschränkungen der Stablecoin-Rendite, wobei Banken darauf gedrängt haben, Belohnungen für Nutzeraktivitäten zuzulassen, aber Zinsen auf Guthaben zu verbieten.
  • Die Notwendigkeit einer präzisen und klaren Sprache, um sowohl Krypto-Startups als auch traditionelle Kreditgeber zufriedenzustellen.

Vince schlussfolgerte, dass die vollständige Integration digitaler Vermögenswerte nicht über Nacht geschehen wird, und schätzte einen Zeitrahmen von 5, 10 oder 15 Jahren. Er betonte, dass das Tempo zwar durch die Notwendigkeit der Aufsicht verlangsamt werden könnte, die Branche jedoch optimistisch hinsichtlich des technologischen Fortschritts bleiben sollte.

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