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Vereinigte Staaten·Regulierung

24. März 2026 um 16:57

TD Cowen: Gesetze für Prognosemärkte erst 2028 zu erwarten

TD Cowen: Gesetze für Prognosemärkte erst 2028 zu erwarten
Quick Take
  • Analysten von TD Cowen prognostizieren, dass mehrere Gesetzentwürfe gegen Prognosemärkte im aktuellen Kongress voraussichtlich nicht verabschiedet werden.
  • Die Investmentbank sieht die Präsidentschaftswahl 2028 als die primäre langfristige Bedrohung für den Sektor, da beide Parteien besorgt über die Verletzung von Glücksspielgesetzen der Bundesstaaten sind.
  • Die in diesem Monat eingebrachten Gesetzesvorschläge zielen darauf ab, Kontrakte auf Sportereignisse, Regierungshandeln, Krieg und Attentate zu verbieten.

Flut an Gesetzesvorschlägen

In Washington ist ein plötzlicher Anstieg legislativer Aktivitäten zu verzeichnen, die darauf abzielen, Prognosemärkte einzuschränken. Am 18. März brachte eine Gruppe demokratischer Abgeordneter unter der Leitung von Senator Chris Murphy einen Entwurf ein, der Wetten auf sensible Themen wie Terrorismus, Krieg und Regierungshandeln untersagen soll. Dies folgte auf einen Vorschlag der Senatoren Richard Blumenthal und Andy Kim vom 11. März, der eine umfassendere Regulierung anstrebt, einschließlich Verboten von Insiderhandel und strengeren Werbestandards.

Zuletzt wurde ein überparteilicher Gesetzentwurf der Senatoren John Curtis und Adam Schiff vorgelegt, um von der CFTC regulierte Börsen wie Kalshi und Polymarket daran zu hindern, Kontrakte auf Sportereignisse anzubieten. Die Gesetzgebung zielt auch auf "Casino-Spiele" auf diesen Plattformen ab, um zu verhindern, dass sie traditionelle Glücksspielregulierungen umgehen.

Zukünftige politische und rechtliche Risiken

Trotz der Vielzahl an Entwürfen betrachtet Jaret Seiberg, Managing Director bei TD Cowen, diese Schritte primär als symbolische Politik ohne realistische Chance auf eine Verabschiedung in diesem Jahr. Seiberg merkte an, dass selbst bei einem Fortschreiten der Gesetzgebung Präsident Donald Trump wahrscheinlich sein Veto-Recht nutzen würde, um die Branche zu schützen, und dem Kongress die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit fehlt, um ein solches Veto zu überstimmen.

Die Aussichten für 2028 sind jedoch weitaus riskanter. Bundespolitiker sind zunehmend besorgt, dass Ereigniskontrakte die Glücksspielgesetze der Bundesstaaten aushebeln könnten. Viele Demokraten sind beunruhigt über die landesweite Einführung dieser Märkte, während einige Republikaner das Thema unter dem Aspekt der Rechte der Bundesstaaten bei der Regulierung von Sportwetten sehen.

Laufende Streitigkeiten auf Bundesstaatsebene

Während die Maßnahmen auf Bundesebene stagnieren könnten, stehen Prognosemärkte auf Ebene der Bundesstaaten bereits unter erheblichem Druck. In mehreren Jurisdiktionen finden derzeit rechtliche Auseinandersetzungen statt, darunter:

  • Nevada, Utah und Arizona
  • Iowa, Ohio und Maryland
  • New York und New Jersey

Im Zentrum dieser Streitigkeiten steht die Frage, ob Kontrakte auf Prognosemärkten unter bestehende Glücksspielgesetze der Bundesstaaten fallen. TD Cowen gibt zu bedenken, dass die Strategie der Branche, sich in den nächsten drei Jahren fest zu etablieren, möglicherweise nicht ausreicht, um sie vor den politischen Folgen nach dem nächsten großen Wahlzyklus zu schützen.

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