
24. März 2026 um 12:53
Bernstein: Bitcoin-Boden erreicht, Ziel von 150.000 $ bleibt

- Bernstein-Analysten sind davon überzeugt, dass Bitcoin seinen Boden gefunden hat und bereit für eine Rallye in Richtung des Jahresendziels von 150.000 $ ist.
- Das Brokerhaus behält seine „Outperform“-Bewertung für MicroStrategy bei und sieht das Unternehmen als stabilen Bitcoin-Proxy mit einem Kursziel von 450 $.
- Seit Beginn der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten hat Bitcoin Gold um 25 % outperformt.
Marktboden und Preisprognosen
Der Wall-Street-Broker Bernstein erklärte in einer Mitteilung an seine Kunden, dass Bitcoin höchstwahrscheinlich seinen Tiefpunkt erreicht hat und nun wieder nach oben tendiert. Das Analystenteam um Gautam Chhugani stellte fest, dass die weltweit größte Kryptowährung, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 71.000 $ gehandelt wurde, nun Kurs auf das Jahresendziel von 150.000 $ nimmt.
Die jüngste Marktkorrektur führte zu einem Preisrückgang von bis zu 45 % gegenüber den Höchstständen, ausgelöst durch einen Mix aus makroökonomischem Druck und Marktfaktoren. Die Analysten verwiesen auf das Umfeld dauerhaft hoher Zinsen, geopolitische Risiken im Nahen Osten und zeitweise Abflüsse aus Bitcoin-ETFs. Die Auflösung gehebelter Positionen sowie Gewinnmitnahmen langfristiger Halter beschleunigten den Rückgang zusätzlich.
MicroStrategy als wichtiger institutioneller Proxy
Bernstein bleibt weiterhin optimistisch für MicroStrategy (MSTR) und bezeichnet das Unternehmen als High-Beta-Proxy für Bitcoin mit einer „belastbaren, liquiden und krisenerprobten“ Bilanz. Das von Michael Saylor geleitete Unternehmen hält etwa 3,6 % des gesamten Bitcoin-Angebots, was einem Wert von rund 53,5 Milliarden $ entspricht.
Der Bericht hob zudem die wachsende Nachfrage nach Finanzinstrumenten des Unternehmens hervor:
- Das STRC-Instrument bietet eine monatliche Dividende von 11,5 % bei geringer Volatilität.
- Das Handelsvolumen von STRC stieg in den letzten drei Monaten um 65 %.
- Diese unbefristete Struktur hilft dabei, die Verwässerung des Eigenkapitals zu reduzieren und gleichzeitig langfristiges Kapital zu sichern.
Makro-Resilienz und institutionelle Nachfrage
Trotz des Ausmaßes der Korrektur werteten die Bernstein-Analysten die Bewegung eher als vorübergehende Stimmungsanpassung denn als Zusammenbruch der Fundamentaldaten. Es wurde kein systemischer Stress beobachtet, wie er in früheren Krypto-Abschwüngen üblich war. Auf makroökonomischer Ebene hat Bitcoin Gold seit Beginn des Iran-Konflikts Ende Februar um 25 % übertroffen, was die Attraktivität der Kryptowährung als mobiles und zensurresistentes Asset unterstreicht.
Die institutionelle Nachfrage bleibt ein wesentlicher Treiber. Der Broker verwies auf die widerstandsfähigen ETF-Zuflüsse und die zunehmende Beteiligung von Banken, die Bitcoin-bezogene Finanzdienstleistungen anbieten. Dies deutet darauf hin, dass Bitcoin zunehmend im etablierten Finanzsystem verankert ist.
Wie reagiert der Markt?
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