24. März 2026 um 05:43
Delaware plant Stablecoin-Regulierung im neuen Bankengesetz

- Die Senatsentwürfe 16 und 19 wurden eingebracht, um die erste umfassende Aktualisierung des Bankengesetzes von Delaware seit 1981 zu etablieren.
- Die vorgeschlagene Gesetzgebung schafft einen formellen Lizenzierungsrahmen für Stablecoin-Emittenten und Anbieter digitaler Vermögenswerte.
- Die Initiative zielt darauf ab, Krypto-Unternehmen wieder anzuziehen, nachdem namhafte Akteure wie Coinbase im vergangenen Jahr ihren Sitz nach Texas verlegt hatten.
Modernisierung der Finanzlandschaft von Delaware
Gesetzgeber in Delaware haben ein umfassendes Regulierungspaket vorgestellt, das darauf abzielt, den Finanzsektor des Bundesstaates in das digitale Zeitalter zu führen. Senator Spiros Mantzavinos und der Abgeordnete Bill Bush reichten am Montag offiziell den Delaware Banking Modernization Act (SB 16) und den Delaware Payment Stablecoin Act (SB 19) ein. Gouverneur Matt Meyer betonte, dass diese Gesetze darauf abzielen, Markteintrittsbarrieren zu senken und es den Bürgern zu erleichtern, ihre Finanzen über internetbasierte Dienste zu verwalten.
Obwohl Delaware seit der Delaware Blockchain Initiative 2016 eine Geschichte kryptofreundlicher Maßnahmen hat, stand der Bundesstaat zuletzt vor Herausforderungen. Der Abgang großer Akteure wie Coinbase verdeutlichte die Notwendigkeit klarerer rechtlicher Strukturen. Diese neuen Gesetzentwürfe stellen eine strategische Anstrengung dar, ein innovativeres Ökosystem zu fördern und die Position des Staates als Zentrum für zukünftige Finanzberufe zu sichern.
Ein Rahmen für Stablecoins und die Überwachung digitaler Assets
Der Senatsentwurf 19 konzentriert sich speziell auf den Stablecoin-Markt und schlägt ein strukturiertes Lizenzierungssystem für Emittenten vor. Der Entwurf orientiert sich an Bundesmodellen, einschließlich des GENIUS Act, um die Konsistenz mit nationalen Standards zu gewährleisten. Zum Schutz der Verbraucher und zur Wahrung der Marktintegrität sieht die Gesetzgebung mehrere kritische Anforderungen vor:
- Verbindliche Kapitalstandards und Verpflichtungen zur Geldwäschebekämpfung.
- Spezifische Protokolle zur Behebung von Reserveunterschreitungen.
- Festgelegte Standards für die Rückgabefristen.
Gleichzeitig befasst sich der Senatsentwurf 16 mit dem traditionellen Bankwesen und integriert Definitionen für digitale Vermögenswerte. Dieser duale Ansatz soll regulatorische Sicherheit darüber schaffen, wie neue Technologien mit etablierten Finanzinstituten interagieren. Darüber hinaus planen die Gesetzgeber, in den kommenden Tagen den Delaware Money Transmission & Virtual Currency Modernization Act vorzulegen, um die Lizenzierung und den Verbraucherschutz weiter zu standardisieren.
Nationaler politischer Kontext
Der Vorstoß von Delaware fällt mit einem zunehmenden Druck auf Bundesebene für eine Krypto-Regulierung zusammen. US-Senator Bill Cassidy treibt gemeinsam mit Senatorin Cynthia Lummis einen Gesetzentwurf zur Modernisierung der Krypto-Steuerregeln voran. Ihr Vorschlag enthält eine 300-Dollar-De-minimis-Regel für kleine Einkäufe und strebt die Abschaffung der Doppelbesteuerung für Miner und Staker an.
Gleichzeitig hat die SEC Regeln zur Prüfung vorgelegt, die die Klassifizierung der meisten Krypto-Assets ändern könnten, wodurch die Aufsicht über Nicht-Wertpapiere potenziell auf die CFTC übertragen würde. Mike Selig, Vorsitzender der CFTC, stellte fest, dass diese Bemühungen entscheidend sind, um die notwendige Klarheit zu schaffen und die Branche aus der regulatorischen Unsicherheit zu führen.
Wie reagiert der Markt?
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