24. März 2026 um 03:19
Clarity Act: Verbot von Rewards auf Stablecoin-Guthaben

- Der überarbeitete Digital Asset Market Clarity Act verbietet es Emittenten von Stablecoins, Renditen oder Zinsen an Nutzer allein für das Halten ihrer Token zu zahlen.
- Die Senatoren Angela Alsobrooks und Thom Tillis führten neue Formulierungen ein, die zwischen passivem Halten und aktivitätsbasierten Belohnungen unterscheiden.
- Die Bankenbranche hat sich für diese Einschränkungen eingesetzt, um zu verhindern, dass Stablecoins mit traditionellen, verzinsten Bankeinlagen konkurrieren.
Neue Beschränkungen für Stablecoin-Renditen
Gesetzgeber im US-Senat haben den Wortlaut des Digital Asset Market Clarity Act angepasst, um den Umfang der zulässigen Belohnungen für Stablecoin-Nutzer einzuschränken. Laut einer Person, die mit dem am Montag auf dem Capitol Hill geprüften Entwurf vertraut ist, verbietet der aktualisierte Text ausdrücklich Renditezahlungen für das bloße Halten eines Stablecoin-Guthabens. Die Überarbeitung soll sicherstellen, dass Stablecoin-Programme in keiner Weise Bankeinlagen gleichgestellt werden, wodurch eine klare rechtliche Trennung zwischen digitalen Vermögenswerten und regulierten Bankprodukten geschaffen wird.
Einfluss der Bankenbranche und Kompromiss
Die Änderung der Gesetzessprache folgt auf intensiven Druck aus dem Bankensektor. Banker argumentierten, dass Stablecoins, falls sie zinsähnliche Belohnungen wie Bankkonten anbieten dürften, das traditionelle Finanzsystem untergraben könnten, indem sie die Liquidität der Banken verringern und die Kreditvergabe behindern. Um gesetzliche Hürden im Bankenausschuss des Senats aus dem Weg zu räumen, wurde ein Kompromiss erzielt: Belohnungen dürfen basierend auf spezifischen Nutzer-Aktivitäten gewährt werden – etwa Transaktionsvolumen oder Plattform-Engagement –, jedoch nicht für das bloße Vorhalten eines Guthabens.
Weg zur gesetzlichen Verabschiedung
Der Clarity Act ist ein entscheidender Teil der umfassenderen Bemühungen zur Regulierung des US-Kryptomarktes, nach der vorangegangenen Verabschiedung des GENIUS Act. Während eine Version des Gesetzentwurfs bereits das Repräsentantenhaus und den Landwirtschaftsausschuss des Senats passiert hat, bleibt der Bankenausschuss des Senats eine große Hürde. Die Gesetzgeber müssen noch Unstimmigkeiten bezüglich der Aufsicht über den Bereich Decentralized Finance (DeFi) und Schutzmaßnahmen gegen illegale Finanzgeschäfte klären. Zudem fordern die Demokraten ein Verbot für hochrangige Regierungsbeamte – womit speziell Präsident Donald Trump gemeint ist –, persönlich von der Kryptoindustrie zu profitieren.
Auswirkungen auf institutionelle Investitionen
Brancheninsider glauben, dass die Verabschiedung des Clarity Act die notwendige regulatorische Sicherheit bieten wird, um große institutionelle Akteure anzuziehen. Durch die Schaffung eines formellen Rahmens innerhalb des US-Finanzsystems soll die Gesetzgebung Entwickler ermutigen, auf der Blockchain-Technologie aufzubauen, und einen Kapitalzufluss von Investoren auslösen, die aufgrund rechtlicher Unklarheiten bisher gezögert haben. Ziel ist es, einen umfassenden politischen Ansatz zu vollenden, der digitale Vermögenswerte in die Volkswirtschaft integriert und gleichzeitig die Finanzstabilität wahrt.
Wie reagiert der Markt?
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