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Vereinigte Staaten·Regulierung

24. März 2026 um 03:00

SEC legt Weißem Haus Entwurf zur Krypto-Klassifizierung vor

SEC legt Weißem Haus Entwurf zur Krypto-Klassifizierung vor
Quick Take
  • Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat dem Office of Management and Budget des Weißen Hauses einen Vorschlag zur Neudefinition der Einstufung von Krypto-Assets nach Bundesrecht vorgelegt.
  • Unter der Leitung des Vorsitzenden Paul Atkins plant die Behörde, digitale Rohstoffe, digitale Werkzeuge, digitale Sammlerstücke (NFTs) und Stablecoins nicht mehr als Wertpapiere zu behandeln.
  • Dieser regulatorische Schritt soll als Übergangslösung dienen, bis der Kongress ein umfassendes Gesetz zur Marktstruktur, wie den CLARITY Act, verabschiedet.

Einreichung zur Überprüfung durch das Weiße Haus

Die SEC hat ihren Plan zur Neuinterpretation der Bundeswertpapiergesetze in Bezug auf digitale Vermögenswerte offiziell an das Weiße Haus weitergeleitet. Laut Unterlagen der US General Services Administration wurden am vergangenen Freitag zwei Regelvorschläge eingereicht, die derzeit als Prüfung ausstehend geführt werden. Dieser Schritt könnte die Art und Weise, wie die Behörde die Regulierung und Durchsetzung im Bereich digitaler Vermögenswerte handhabt, grundlegend verändern.

Eine neue Taxonomie für digitale Vermögenswerte

Der Vorsitzende Paul Atkins veröffentlichte letzte Woche eine Mitteilung, in der er eine „kohärente Token-Taxonomie“ skizzierte, die der Branche Klarheit verschaffen soll. Die Interpretation legt fest, dass vier spezifische Kategorien von Vermögenswerten nicht in den Zuständigkeitsbereich der SEC als Wertpapiere fallen würden:

  • Digitale Rohstoffe
  • Digitale Werkzeuge
  • Digitale Sammlerstücke, einschließlich NFTs
  • Stablecoins

Durch die Festlegung dieser Grenzen möchte die Behörde klären, wann ein digitaler Vermögenswert ein „Nicht-Wertpapier-Krypto-Asset“ im Gegensatz zu einem Investmentvertrag darstellt. Diese Entwicklung folgt auf eine Anfang des Monats unterzeichnete Absichtserklärung (MOU) zwischen der SEC und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zur Koordinierung ihrer Aufsichtsrollen.

Legislativer Kontext und Hindernisse

Während die Neuinterpretation der SEC eine vorübergehende Brücke schlägt, bleibt eine dauerhafte Regulierung von Maßnahmen des Kongresses abhängig. Berichten zufolge haben Vertreter des Weißen Hauses und Gesetzgeber kürzlich eine Einigung über Stablecoin-Renditen erzielt, was den CLARITY Act im Bankenausschuss des Senats voranbringen könnte.

Der legislative Pfad bleibt jedoch ungewiss. Der Ausschuss verschob die Bearbeitung des Gesetzentwurfs im Januar auf unbestimmte Zeit, nachdem Coinbase-CEO Brian Armstrong erklärt hatte, dass die Börse den Entwurf in seiner jetzigen Form nicht unterstützen könne. Zudem deutete der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, an, dass andere Prioritäten Vorrang vor den parteiübergreifenden Marktstrukturgesetzen haben könnten.

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