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23. März 2026 um 14:41

Spanien: Verdächtiger im Ledger-Entführungsfall festgenommen

Spanien: Verdächtiger im Ledger-Entführungsfall festgenommen
Quick Take
  • Spanische Behörden haben einen Verdächtigen festgenommen, der an der Entführung des Ledger-Mitbegründers David Balland im Januar 2025 beteiligt war.
  • Die Entführer forderten während des aufsehenerregenden Vorfalls ein Lösegeld von 10 Millionen Euro (ca. 11,5 Millionen US-Dollar).
  • Die Festnahme ist Teil eines umfassenderen Vorgehens gegen eine kriminelle Organisation, die gezielt Krypto-Führungskräfte und Investoren in Frankreich angreift.

Festnahme in Benalmádena

Die spanische Civil Guard führte die Festnahme in Benalmádena, einer Stadt in der südlichen Provinz Málaga, auf Grundlage eines von Frankreich ausgestellten europäischen Haftbefehls durch. Der Verdächtige befand sich auf der Flucht und bewegte sich unauffällig durch Valencia, Sevilla und Cádiz. Um einer Entdeckung zu entgehen, nutzten der Verdächtige und seine Komplizen Online-Mietplattformen für Unterkünfte und verwendeten Bankkarten von Dritten. Aufgrund der mutmaßlichen Verbindungen des Verdächtigen zu einem gefährlichen kriminellen Netzwerk war der Polizeieinsatz groß angelegt, um eine Flucht oder ein Eingreifen von Komplizen zu verhindern.

Die Entführung von David Balland

David Balland wurde am 21. Januar 2025 aus seinem Haus in Zentralfrankreich verschleppt. Während seiner Gefangenschaft wurde er Berichten zufolge Folter ausgesetzt, während seine Entführer ein Lösegeld von 10 Millionen Euro verlangten. Er wurde schließlich in der Nacht des 22. Januar 2025 durch einen polizeilichen Spezialeinsatz befreit. Während mehrere andere Verdächtige bereits von den französischen Behörden festgenommen worden waren, gelang es dieser speziellen Person, die Grenze nach Spanien zu überqueren, um sich der Festnahme zu entziehen.

Wachsende Bedrohung für Krypto-Profis

Der Fall unterstreicht einen gewalttätigen Trend von Verbrechen gegen Personen im Sektor der digitalen Vermögenswerte. Im Juni 2025 klagten französische Staatsanwälte 25 Personen im Zusammenhang mit mehreren Entführungen und versuchten Entführungen von Krypto-Investoren und -Führungskräften an. Zu den bemerkenswerten Vorfällen in der Region gehören:

  • Die versuchte Entführung der Tochter und des Enkels von Pierre Noizat, dem CEO der Börse Paymium.
  • Eine Entführung im Juni 2025, bei der die Angreifer Zugang zur Hardware-Wallet des Opfers forderten.
  • Eine Serie koordinierter Angriffe in ganz Europa, die mit Folter und hohen Lösegeldforderungen einhergingen.

Wie reagiert der Markt?

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