
23. März 2026 um 10:12
ZachXBT entlarvt Krypto-Betrug über Fake-X-Accounts

- Der Blockchain-Ermittler ZachXBT hat ein koordiniertes Netzwerk von mehr als 10 X-Konten aufgedeckt, die sensationelle geopolitische Inhalte nutzen, um Krypto-Betrug zu fördern.
- Die Operation setzte KI-Technologie ein, um bekannte Influencer zu imitieren, und generierte Berichten zufolge sechsstellige Gewinne durch betrügerische Aktivitäten.
- Zu den identifizierten Betrugsmaschen gehört die Bewerbung von Pump-and-Dump-Token, wie etwa der Token Oramama, der am 22. Februar gepusht wurde.
Orchestrierte Manipulation durch Sensationslust
Der On-Chain-Forscher ZachXBT hat ein ausgeklügeltes System detailliert beschrieben, bei dem eine Gruppe verknüpfter Konten auf X (ehemals Twitter) übertriebene oder völlig erfundene Beiträge über Kriege und geopolitische Konflikte nutzte, um massive Aufmerksamkeit zu erregen. Diese Konten wurden in der Regel mit bereits bestehenden Follower-Zahlen gekauft, um einen Anschein von Legitimität zu erwecken. Durch das Veröffentlichen von viralen „Doomposts“ generierte das Netzwerk Millionen von Aufrufen und zog sogar die Aufmerksamkeit großer, legitimer Konten auf sich, die unwissentlich die Reichweite der Fehlinformationen erhöhten.
Um ihren Einfluss zu vergrößern, setzten die Betrüger künstliche Intelligenz (KI) ein, um die Persönlichkeit und den Posting-Stil bekannter Social-Media-Figuren wie Mario Nawfal nachzuahmen. Diese Taktik ermöglichte es dem Netzwerk, die Plattform mit sensationslüsternen Inhalten zu überfluten, die ein hohes Maß an Nutzerinteraktion erzeugten, bevor die Konten zu ihrem eigentlichen Ziel übergingen: der finanziellen Ausbeutung.
Durchführung von Krypto-Betrug und finanzielle Auswirkungen
Sobald die gefälschten Konten durch virale geopolitische Beiträge maximale Sichtbarkeit erreicht hatten, gingen sie dazu über, betrügerische Krypto-Giveaways oder Marktmanipulationssysteme zu bewerben. ZachXBT stellte fest, dass die Gruppe gezielt Nutzer mit Pump-and-Dump-Token ins Visier nahm. Ein bemerkenswerter Fall ereignete ein am 22. Februar, als das Netzwerk einen Betrugs-Token namens Oramama bewarb.
On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass diese koordinierte Aktion höchst lukrativ war und den Betreibern sechsstellige Gewinne einbrachte. Die Untersuchung warnt davor, dass das Netzwerk weiterhin aktiv ist und durch sensationelle Inhalte Engagement „farmt“, was wahrscheinlich auf die Vorbereitung weiterer betrügerischer Operationen hindeutet.
Plattform-Herausforderungen und regulatorische Bedenken
Die Aufdeckung dieses Netzwerks erfolgt trotz jüngster Zusicherungen von X bezüglich verbesserter Sicherheitsmaßnahmen. Im vergangenen Monat kündigte der Produktchef von X, Nikita Bier, die Implementierung verbesserter Anti-Bot-Erkennungssysteme und die Einführung von Nutzer-Markierungen für KI-generierte Inhalte an. Diese Schritte sollten die Verbreitung von automatisiertem Spam und Desinformation eindämmen.
Die Ergebnisse von ZachXBT zeigen jedoch, dass koordinierte böswillige Akteure diese Verteidigungsmaßnahmen immer noch relativ leicht umgehen können. Der Ermittler forderte strengere Konsequenzen für Plattformmanipulation, einschließlich dauerhafter Sperren und möglicher rechtlicher Schritte. Er forderte die Nutzer sozialer Medien auf, äußerste Vorsicht walten zu lassen, und empfahl eine gründliche Überprüfung der Kontohistorie und der jüngsten Posting-Muster, bevor sie mit investitionsbezogenen Inhalten oder sensationellen Nachrichten interagieren.
Wie reagiert der Markt?
commentCount
commentEmpty
commentEmptySubtitle
