Vereinigte Staaten
Vereinigte Staaten·Regulierung

23. März 2026 um 09:03

SBF-Brief aus Haft? Staatsanwälte vermuten Fälschung

SBF-Brief aus Haft? Staatsanwälte vermuten Fälschung
Quick Take
  • Bundesanwälte haben Unregelmäßigkeiten bei einem Brief gemeldet, der angeblich von Sam Bankman-Fried aus dem Gefängnis gesendet wurde.
  • Das Dokument wurde per FedEx aus Palo Alto oder Menlo Park verschickt, was gegen die Postvorschriften für Insassen verstößt.
  • Bankman-Fried verbüßt derzeit eine 25-jährige Haftstrafe im FCI Terminal Island wegen Betrugs und Verschwörung.

Verdacht auf Identitätsmissbrauch bei Gerichtsantrag

Die Staatsanwaltschaft informierte den zuständigen Richter darüber, dass ein am 16. März eingereichtes Schreiben erhebliche Zweifel an seiner Echtheit aufwirft. Obwohl der Brief so wirkte, als käme er direkt vom FTX-Gründer, wurde er von einem externen Standort in Kalifornien versendet. Zudem ist es Insassen laut den Regeln des Bureau of Prisons untersagt, private Paketdienste wie FedEx für ihre Korrespondenz zu nutzen.

Zu den weiteren Auffälligkeiten gehören:

  • Die fälschliche Bezeichnung des Bundesgefängnisses als staatliche Einrichtung.
  • Die Verwendung eines getippten "/s/" anstelle einer handschriftlichen Unterschrift.
  • Der Versandort deutet darauf hin, dass eine Person außerhalb des Gefängnisses den Brief aufgegeben hat.

Herausforderungen für die Verteidigungsstrategie

Die Regierung wirft dem Angeklagten oder seinen Vertretern zwar keine direkte Fälschung vor, signalisiert jedoch, dass sie die Verlässlichkeit der eingereichten Unterlagen für ein neues Verfahren streng prüfen wird. Bankman-Fried kämpft weiterhin um eine Wiederaufnahme seines Prozesses und behauptet, er habe kein faires Verfahren erhalten. Diese neuen Unstimmigkeiten könnten seine Bemühungen nun zusätzlich erschweren.

Argumente für eine Wiederaufnahme des Verfahrens

In seinem Antrag auf ein neues Verfahren verweist Bankman-Fried auf neue Beweise, darunter die spätere Rückgewinnung von Kundengeldern durch das FTX-Insolvenzverfahren. Berufungsrichter zeigten sich diesbezüglich jedoch skeptisch. Sie betonten, dass es im Kern des Falles darum gehe, wie die Gelder zum Zeitpunkt der Tat verwendet und deklariert wurden, und nicht darum, ob die Gläubiger zu einem späteren Zeitpunkt entschädigt werden konnten.

Wie reagiert der Markt?

75%Long/Short25%

commentCount

commentLogin

commentEmpty

commentEmptySubtitle