23. März 2026 um 06:36
IEA warnt: Iran-Krieg bedroht die Weltwirtschaft massiv

- Der Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, warnt davor, dass der Konflikt mit dem Iran eine „massive Bedrohung“ für die Weltwirtschaft darstellt.
- Die Krise hat bereits 40 Energieanlagen in neun Ländern schwer beschädigt und übertrifft damit die Auswirkungen der Ölkrise der 1970er Jahre und des Russland-Ukraine-Krieges.
- US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein 48-Stunden-Ultimatum gestellt, um die Straße von Hormus wieder freizugeben, andernfalls droht die Zerstörung der iranischen Stromversorgung.
Warnung vor globaler wirtschaftlicher Instabilität
In einer Rede vor dem australischen National Press Club in Canberra betonte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol den Ernst der Lage. Er erklärte, dass „kein Land immun“ gegen die Auswirkungen dieser Krise sein werde, sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen. Laut Birol ist der kombinierte Schaden für die Märkte bereits schlimmer als die beiden Ölschocks der 1970er Jahre und die Folgen des Russland-Ukraine-Krieges für den Gasmarkt zusammen.
Infrastrukturschäden und militärische Eskalation
Der Konflikt erreichte eine neue Stufe, als Israel am Montagmorgen eine neue Welle von Angriffen auf Teheran startete. Laut Birol wurden durch die Kämpfe bereits 40 Energieanlagen in neun Ländern der Region „schwer oder sehr schwer beschädigt“. Während dieser Angriffe riet ein US-Kommandeur der iranischen Bevölkerung, in Schutzräumen zu bleiben. Gleichzeitig hat der Iran seine Angriffe auf benachbarte Golfstaaten wieder aufgenommen und droht damit, deren Kraftwerke ins Visier zu nehmen.
Mögliche Marktintervention und das US-Ultimatum
Aufgrund der Blockade der Straße von Hormus und der knappen Versorgung berät die IEA derzeit mit Regierungen in Europa und Asien über die Freigabe weiterer Ölreserven. Birol bestätigte, dass die Behörde die Märkte genau analysiert und bereit ist, bei Bedarf einzugreifen. Unterdessen forderte Präsident Donald Trump via Social Media, dass der Iran die strategisch wichtige Wasserstraße innerhalb von 48 Stunden für alle Schiffe öffnen müsse. Der US-Präsident warnte, dass die USA die iranischen Kraftwerke „auslöschen“ würden, sollte die Passage gesperrt bleiben.
Wie reagiert der Markt?
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