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22. März 2026 um 19:18

Trump stellt Iran 48-Stunden-Ultimatum für Straße von Hormus

Trump stellt Iran 48-Stunden-Ultimatum für Straße von Hormus
Quick Take
  • Präsident Donald Trump hat dem Iran ein 48-Stunden-Ultimatum gestellt und mit der Zerstörung der Kraftwerke des Landes gedroht, falls die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet wird.
  • Die US-Regierung hob kürzlich zum ersten Mal seit Jahrzehnten Sanktionen gegen einen Teil des iranischen Öls auf, um die steigenden Benzinpreise vor den Zwischenwahlen zu senken.
  • Rechtsexperten und politische Gegner warnten davor, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur als Kriegsverbrechen eingestuft werden könnten.

Eskalation des Konflikts und das 48-Stunden-Ultimatum

In einer erheblichen Eskalation der Spannungen hat Präsident Donald Trump der Islamischen Republik Iran gedroht, ihre Energieinfrastruktur zu „vernichten“, sollte die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden freigegeben werden. Die Drohung, die über einen 51 Wörter umfassenden Social-Media-Post verbreitet wurde, zielt speziell auf verschiedene Kraftwerke ab, beginnend mit den größten Anlagen des Landes. Dieser Schritt markiert eine Abkehr von früheren Militäraktionen, die sich primär auf die iranische Marine, Luftwaffe und Raketenproduktionsstätten konzentrierten.

Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, verteidigte diese Haltung mit dem Argument, dass die Revolutionsgarde das Stromnetz zur Unterstützung ihrer Kriegsanstrengungen nutze. Das Ultimatum stieß jedoch auf interne Kritik. Senator Chris Murphy deutete an, dass der Präsident mangels eines klaren Ausstiegsplans in Panik geraten sei, während Senator Ed Markey die Drohung gegen zivile Kraftwerke als potenzielles Kriegsverbrechen bezeichnete.

Strategiewechsel und wirtschaftlicher Druck

Das Vorgehen der Regierung in dieser Krise war von häufigen taktischen Wechseln geprägt. Innerhalb einer Woche schwankte das Weiße Haus zwischen der Forderung nach einer internationalen Marinekoalition, der Ankündigung eines Alleingangs der USA und der Behauptung, der Wasserweg würde sich „von selbst öffnen“. Diese Volatilität tritt auf, während die Ölpreise weltweit in die Höhe schießen, was wenige Monate vor den Zwischenwahlen einen erheblichen wirtschaftlichen Druck erzeugt.

Um den Markt zu stabilisieren, hob das Finanzministerium kürzlich Sanktionen für bestimmte Mengen an iranischem Öl auf – ein Schritt, der darauf abzielt, Millionen von Barrel in das globale Angebot einzuspeisen. Dies folgte auf eine ähnliche vorübergehende Aufhebung von Sanktionen gegen russisches Öl. Trotz dieser Bemühungen argumentieren Kritiker, dass die Regierung ihren Handlungsspielraum verloren habe und Schwierigkeiten habe, die Folgen der anhaltenden Seeblockade zu bewältigen.

Rechtliche Prüfung und internationale Besorgnis

Die vorgeschlagenen Angriffe auf die Energieinfrastruktur haben schwerwiegende rechtliche Fragen aufgeworfen. Geoffrey Corn, Professor für Militärrecht und Oberstleutnant im Ruhestand, wies darauf hin, dass das Kriegsrecht verlangt, dass der militärische Nutzen den zivilen Schaden überwiegen muss, wenn Kraftwerke angegriffen werden. Er beschrieb die aktuelle Strategie als kopflos und deutete an, dass es an einer gründlichen rechtlichen Prüfung mangele. Die USA stehen bereits nach einem Raketenangriff auf eine iranische Grundschule, bei dem mehr als 165 Menschen getötet wurden, unter internationalem Druck.

Die internationalen Reaktionen bleiben gespalten. NATO-Generalsekretär Mark Rutte unterstützte die Vision des Präsidenten, die Meerenge wieder schiffbar zu machen, und stellte fest, dass 20 Länder an diesem Ziel arbeiten. Im Gegensatz dazu mahnte Yechiel Leiter, Israels Botschafter in Washington, zur Vorsicht gegenüber einer totalen Zerstörung der Infrastruktur, um einen künftigen Wiederaufbau zu ermöglichen. Der Iran drohte seinerseits damit, die Meerenge dauerhaft zu schließen und US-amerikanische sowie israelische Infrastruktur anzugreifen, sollten die Kraftwerke getroffen werden.

Wie reagiert der Markt?

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