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Vereinigte Staaten·Regulierung

22. März 2026 um 18:12

SEC & CFTC: Die meisten Kryptos sind keine Wertpapiere

SEC & CFTC: Die meisten Kryptos sind keine Wertpapiere
Quick Take
  • Die SEC und die CFTC haben neue Leitlinien veröffentlicht, um die Einstufung digitaler Vermögenswerte als Wertpapiere oder Rohstoffe zu klären.
  • Die meisten Krypto-Assets werden als Nicht-Wertpapiere eingestuft, wobei der Howey-Test weiterhin der primäre Standard für Token bleibt, die als Anlageverträge vermarktet werden.
  • Ein Gesetz zur Marktstruktur wird voraussichtlich im April Fortschritte machen, wobei der Gesetzgeber darauf abzielt, Streitigkeiten über Ethikregeln und Stablecoin-Renditen beizulegen.
  • Der Prognosemarkt-Anbieter Kalshi steht vor erheblichen rechtlichen Problemen, einschließlich strafrechtlicher Anklagen in Arizona und eines vorläufigen Verbots in Nevada.

Neue regulatorische Taxonomie für digitale Vermögenswerte

Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat in Abstimmung mit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) einen spezifischen Rahmen zur Unterscheidung verschiedener Arten von Krypto-Assets veröffentlicht. Diese Leitlinien sollen der Branche ein klareres Verständnis darüber vermitteln, welche Vermögenswerte in die Zuständigkeit der SEC fallen. Laut dem SEC-Vorsitzenden Paul Atkins sowie den Kommissaren Hester Peirce und Mark Uyeda ist das Ziel die Etablierung einer „einfachen Taxonomie“.

Die Leitlinien unterteilen den Markt in mehrere spezifische Kategorien:

  • Digitale Wertpapiere: Vermögenswerte, die den Howey-Test erfüllen oder tokenisierte Versionen traditioneller Wertpapiere sind.
  • Digitale Rohstoffe: In der Regel Nicht-Wertpapiere, wobei die SEC ein Ermessen bei der Durchsetzung behält, wenn diese mit Gewinnversprechen vermarktet werden.
  • Zahlungs-Stablecoins: Vermögenswerte, die primär für Transaktionen genutzt werden und normalerweise von der Einstufung als Wertpapier ausgeschlossen sind.
  • Digitale Sammlerstücke und Tools: NFTs und Utility-Token, die normalerweise nicht als Wertpapiere angesehen werden, sofern sie nicht fraktioniert werden.

Gesetzgeberische Dynamik im Kongress

Während die neuen Leitlinien für sofortige Klarheit sorgen, betonen der Abgeordnete Troy Downing und andere Gesetzgeber, dass dauerhafte Stabilität eine Bundesgesetzgebung erfordert. Senatorin Cynthia Lummis deutete an, dass eine Abstimmung über das Marktstrukturgesetz bis Ende April erfolgen könnte. Dieser Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Autorität der CFTC über digitale Nicht-Wertpapier-Rohstoffe gesetzlich zu verankern – ein Schritt, der von Rechtsexperten unterstützt wird, die argumentieren, dass die aktuellen Definitionen weiterhin zweideutig sind.

Senator Tim Scott, Vorsitzender des Bankenausschusses des Senats, stellte fest, dass die Gesetzgeber kurz vor einer Einigung in noch offenen Fragen stehen, einschließlich Ethikbestimmungen und Quoren für Regulierungsbehörden. Senatorin Kirsten Gillibrand hob die Bedeutung von Ethik hervor und argumentierte, dass Mitglieder des Kongresses daran gehindert werden müssen, von nicht-öffentlichen Brancheninformationen zu profitieren. Zudem haben die Senatoren Angela Alsobrooks und Thom Tillis Berichten zufolge am Wochenende einen Kompromiss bezüglich der Stablecoin-Renditen erzielt, wobei der genaue Wortlaut noch nicht veröffentlicht wurde.

Rechtliche Herausforderungen für Prognosemärkte

Der Sektor der Prognosemärkte sieht sich einer verstärkten Prüfung durch staatliche Regulierungsbehörden und Bundesgesetzgeber gegenüber. Ein Richter in Nevada wies Kalshi kürzlich an, seine Sport-, Wahl- und Unterhaltungskontrakte bis mindestens zum 3. April einzustellen. Das Gericht entschied, dass die Angebote von Kalshi eher unter staatliche Glücksspielregulierungen als unter das Bundesrohstoffrecht fallen könnten. Gleichzeitig erhob die Generalstaatsanwältin von Arizona, Kris Mayes, strafrechtliche Anklage gegen die Plattform wegen des Betriebs eines nicht lizenzierten Wettgeschäfts.

Senatorin Catherine Cortez-Masto äußerte scharfe Kritik an diesen Plattformen und bezeichnete sie als „illegale Sportwettenanbieter“, die Verbraucherschutz und Integritätsüberwachung umgehen. Als Reaktion darauf bezeichnete Kalshi-Mitbegründer Tarek Mansour die rechtlichen Schritte als Kompetenzüberschreitung, die den Wert von Prognosemärkten als Absicherungsinstrumente ignoriere.

Wie reagiert der Markt?

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