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Vereinigte Staaten·Regulierung

22. März 2026 um 17:21

Fidelity drängt SEC zu klareren Regeln für Krypto und Tokenisierung

Fidelity drängt SEC zu klareren Regeln für Krypto und Tokenisierung
Quick Take
  • Fidelity Investments hat die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) offiziell aufgefordert, den regulatorischen Rahmen für Broker-Dealer zur Verwahrung und zum Handel von Krypto-Assets zu erweitern.
  • Der Vermögensverwalter setzt sich für die Integration tokenisierter Wertpapiere in Alternative Handelssysteme (ATS) und die Modernisierung der Berichtsvorschriften für dezentrale Plattformen ein.
  • Finanzaufsichtsbehörden, darunter die Federal Reserve, haben kürzlich signalisiert, dass die für Wertpapiere verwendete zugrunde liegende Technologie deren Status hinsichtlich der Kapitalanforderungen nicht verändert.

Empfehlungen für tokenisierte Wertpapiere

Fidelity Investments, derzeit der drittgrößte Vermögensverwalter in den USA, reichte einen Brief an die Crypto Task Force der SEC ein und drängte auf umfassendere Regeln für digitale Vermögenswerte. Das Unternehmen betonte, dass die Festlegung klarer „Verkehrsregeln“ für Broker-Dealer unerlässlich ist, um von Dritten emittierte tokenisierte Wertpapiere effektiv anbieten und handeln zu können.

Fidelity merkte an, dass tokenisierte Instrumente vielfältig und komplex sind und daher spezifische regulatorische Aufmerksamkeit erfordern. Zu diesen Instrumenten gehören:

  • Real-World Assets (RWAs) wie Immobilien und Privatkredite.
  • Traditionelle Finanzinstrumente wie Aktien und Anleihen.
  • Verschiedene Schuldinstrumente und Real Estate Investment Trusts (REITs).

Schließung der Berichtslücke im Bereich DeFi

In dem Schreiben hob der General Counsel von Fidelity, Roberto Braceras, die Notwendigkeit hervor, die Lücke zwischen zentralisierten und dezentralisierten Handelsumgebungen zu schließen. Er schlug vor, dass die SEC die Entwicklung „disintermediärer“ Systeme anerkennen müsse, in denen keine zentrale Instanz existiert, die traditionelle Finanzberichte erstellen kann.

Fidelity schlug eine Überarbeitung der bestehenden Berichtspflichten vor, um sicherzustellen, dass Decentralized Finance (DeFi)-Plattformen nicht ungerechtfertigt durch Regeln belastet werden, die für zentralisierte Einheiten konzipiert wurden. Darüber hinaus empfahl das Unternehmen, dass die Aufsichtsbehörde Leitlinien herausgibt, die es Broker-Dealern erlauben, die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) für die Aufzeichnung und den Betrieb von ATS zu nutzen.

Angleichung an bundesstaatliche Regulierungsstandards

Der Vorstoß für eine Ausweitung der Krypto-Aktivitäten erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der SEC-Vorsitzende Paul Atkins seine Unterstützung für 24/7-Kapitalmärkte und den experimentellen tokenisierten Handel signalisiert. Dieser regulatorische Wandel steht im Einklang mit einer gemeinsamen Grundsatzerklärung, die im März von der Federal Reserve, der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) und dem Office of the Comptroller of the Currency (OCC) veröffentlicht wurde.

Diese Behörden stellten klar, dass die zur Emission oder zum Handel eines Wertpapiers verwendete Technologie im Allgemeinen dessen Eigenkapitalbehandlung nicht verändert. Folglich unterliegen tokenisierte Wertpapiere denselben bankkapitalrechtlichen Anforderungen wie die traditionellen Vermögenswerte, die sie repräsentieren, was die Stabilität über verschiedene technologische Implementierungen hinweg gewährleistet.

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