
22. März 2026 um 15:32
Gold unter Makrodruck schwach, Bitcoin hält Liquiditätstrend

- Gold nähert sich einem technischen Bärenmarkt und liegt fast 20 % unter seinem Allzeithoch vom Januar.
- Der makroökonomische Druck nimmt zu, wobei restriktive Zinssätze bis Dezember 2026 erwartet werden.
- Bitcoin notiert weiterhin etwa 40 % unter seinem Hoch vom Oktober, folgt aber bereinigt um die Geldmenge einem ähnlichen Liquiditätstrend wie im Jahr 2021.
Gold unter makroökonomischem Druck
Der Status von Gold als traditioneller sicherer Hafen wird derzeit auf die Probe gestellt. Seit dem Erreichen eines Rekordhochs im Januar ist das Edelmetall um fast 20 % gefallen und steht damit kurz vor einem technischen Bärenmarkt. Trotz der Eskalation im Nahen Osten sind die Preise seit Beginn der Konflikte Ende Februar um etwa 10 % gesunken.
Die Märkte haben die Zinserwartungen neu bewertet: Zinssenkungen wurden weit nach hinten verschoben, und es wird erwartet, dass die Geldpolitik bis Dezember 2026 restriktiv bleibt. Gleichzeitig sorgen steigende Ölpreise für Inflationsdruck, was das Szenario länger anhaltender hoher Zinsen stützt – ein erheblicher Gegenwind für den Goldpreis.
Liquiditätsbereinigung und historischer Vergleich
Betrachtet man Gold im Verhältnis zur M2-Geldmenge (Bargeld, Einlagen und andere liquide Mittel), handelt das Metall nahe den Niveaus der historischen Höchststände von 1974 (200 $) und 2011 (1.800 $). Auf dieser Basis scheint Gold auf hohem Niveau zu konsolidieren und bildet potenziell einen zyklischen Boden im Verhältnis zur globalen Liquidität.
- Goldpreis-Niveaus ähneln inflationsbereinigten Höhepunkten vergangener Zyklen.
- Konsolidierung findet trotz makroökonomischer Unsicherheit statt.
- Die M2-Geldmenge dient als wichtiger Indikator für den realen Wert.
Bitcoin und der globale Liquiditätstrend
Im Gegensatz dazu befindet sich Bitcoin im Verhältnis zur M2-Geldmenge in einer Konsolidierungsphase, die der von Anfang 2024 ähnelt. Auf liquiditätsbereinigter Basis testet Bitcoin erneut seine Höchststände von 2021. Historisch gesehen ist Bitcoin in jedem Zyklus über seine vorherigen Höchststände gestiegen, wenn man die Geldmenge berücksichtigt. Dass Bitcoin derzeit noch 40 % unter seinem Hoch vom Oktober liegt, könnte eine typische Konsolidierungsspanne vor weiteren Kursgewinnen darstellen.
Annäherung der Korrelationen
Ein interessantes Phänomen zeigt sich in der jüngsten Preisentwicklung: Gold und Bitcoin bewegen sich zunehmend im Gleichschritt. Seit Gold am Mittwoch unter die Marke von 5.000 $ brach, korreliert es eng mit der Entwicklung von Bitcoin. Dies markiert eine Trendwende, da sich Gold zuvor eher entgegengesetzt zum Kryptomarkt entwickelt hatte. Beide Assets scheinen nun verstärkt auf dieselben Liquiditätssignale zu reagieren.
Wie reagiert der Markt?
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