22. März 2026 um 05:03
Trump an Iran: 48 Stunden zur Öffnung der Straße von Hormus

- Präsident Donald Trump hat dem Iran ein 48-Stunden-Ultimum gestellt und gedroht, die Kraftwerke des Landes zu zerstören, falls die Straße von Hormus nicht vollständig wiedereröffnet wird.
- Iranische Raketen schlugen am Samstagabend in den israelischen Städten Arad und Dimona ein, was einen erheblichen Durchbruch der Luftverteidigungssysteme in der Nähe eines wichtigen Atomforschungszentrums markiert.
- Der Konflikt, der nun in seine vierte Woche geht, hat zu einem fast vollständigen Stillstand des Öl- und Gastransits durch die Straße von Hormus geführt, was die weltweiten Energiepreise beeinflusst.
Trumps Ultimatum gegen die Energieinfrastruktur
In einer neuen rhetorischen Eskalation warnte Präsident Donald Trump, dass die Vereinigten Staaten iranische Kraftwerke „auslöschen“ würden, sollte die Straße von Hormus geschlossen bleiben. Trump erklärte, er gebe der Islamischen Republik ein Zeitfenster von 48 Stunden, um den Zugang zu der lebenswichtigen Wasserstraße wiederherzustellen. Er präzisierte, dass das US-Militär verschiedene Energieanlagen ins Visier nehmen werde, beginnend mit dem größten Kraftwerk des Landes.
Als Reaktion auf diese Drohungen signalisierte der Iran, dass jede Offensive gegen seinen Energiesektor Vergeltungsschläge auslösen werde. Laut iranischen Staatsmedien bestätigte ein Militärsprecher, dass bei einem solchen Angriff US-amerikanische und israelische Infrastruktur- und Energieanlagen in der gesamten Region angegriffen würden.
Raketenangriffe und Versagen der Luftabwehr
Am späten Samstagabend zielten iranische Raketen auf Gemeinden im Süden Israels und verursachten erhebliche Schäden in den Städten Arad und Dimona. Dieser Vorfall ist das erste Mal, dass iranische Geschosse den israelischen Luftabwehrschirm in der Nähe des Atomforschungszentrums des Landes erfolgreich durchbrochen haben.
- Arad: Direkte Treffer verursachten strukturelle Schäden an mindestens 10 Wohngebäuden, von denen drei als einsturzgefährdet gelten.
- Dimona: Die Stadt liegt 20 Kilometer (12 Meilen) vom Atomzentrum entfernt und erlebte Einschläge, welche die örtliche Abwehr nicht abfangen konnte.
- Verletzte: Rettungskräfte berichteten, dass nach den Angriffen mindestens 64 Personen in Krankenhäuser eingeliefert wurden.
Mohammad Bagher Ghalibaf, der Sprecher des iranischen Parlaments, bezeichnete das Versagen der Luftabwehr als Zeichen dafür, dass der Konflikt in eine „neue Phase“ eingetreten sei.
Globale wirtschaftliche Störungen
Die Straße von Hormus dient als weltweit wichtigster Seeweg für Öl und Gas. Aufgrund der drohenden Angriffe auf Handelsschiffe ist der Tankerverkehr fast vollständig zum Erliegen gekommen. Diese Blockade hat große Ölproduzenten gezwungen, ihre Produktion zu drosseln, da ihre Rohölvorräte die internationalen Märkte nicht erreichen können. Infolgedessen treibt der Krieg die Kosten für Treibstoff und Lebensmittel weltweit in die Höhe.
Nuklearanlagen und internationale Besorgnis
Die regionale Instabilität wird durch Angriffe auf kerntechnische Anlagen weiter verschärft. Bereits am Samstag wurde die iranische Anreicherungsanlage in Natanz getroffen, wobei die israelische Regierung eine Beteiligung bestritt. Während die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) mitteilte, dass keine Strahlungslecks oder Schäden am israelischen Forschungszentrum gemeldet wurden, überwacht sie die Situation weiterhin genau. Die IAEA stellte zudem fest, dass der Großteil des angereicherten Urans des Irans – etwa 970 Pfund (440 Kilogramm) – in der Anlage in Isfahan gelagert wird, die derzeit unter Trümmern begraben ist.
Das russische Außenministerium warnte, dass Angriffe auf solch sensible Anlagen ein „reales Risiko einer katastrophalen Katastrophe“ für die gesamte Region Nahost darstellten. Das Pentagon lehnte unterdessen eine Stellungnahme zu den Details des Angriffs auf Natanz ab.
Wie reagiert der Markt?
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